ERP als Mobil APP – Pro & Contra
23 Sep

ERP als Mobil APP – Pro & Contra

Alles, immer, von überall – die Nachfrage nach Möglichkeiten das Tagesgeschäft auch über so genannte mobile Endgeräte abzuwickeln ist groß. Ebenso wächst das Angebot zahlreicher ERP-Anbieter ihr System auf Smartphones, Tablets etc. zu nutzen. Besonders im Bereich der mobilen Applikationen (Apps) sind die Nutzungsmöglichkeiten aus Anwendersicht viel versprechend.

Pro ERP- Mobil App:

Wer seine E-Mails privat über das Smartphone liest, der empfängt so auch die geschäftlichen Nachrichten. Die Flexibilität einer ERP-Lösung die ortsunabhängig über ein mobiles Endgerät genutzt werden kann ist somit vorstellbar. Eine Studie zu der 600 europäische Geschäftsleute befragt wurden ergab, dass 90% unterwegs produktiver arbeiten können als im Büro. Besonders Dienstreisen sind beliebt um Informationen und Geschäftsideen zu sammeln.

Flexibilität macht also produktiv. Eine Untersuchung der Aberdeen Group hat sogar herausgefunden, dass allein durch den Einsatz der mobilen Endgeräte eine Betriebsgewinnsteigerung von 17% erreicht werden kann. Durch die Nutzung der Anwendermöglichkeiten soll die Produktivität auf längere Sicht gesteigert und Kunden gebunden werden. Ergo: die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens wächst.

Ein weiterer Vorteil ist das es in einigen Branchen möglich wird, den Arbeitsplatz in den „Außendienst“ bzw. in das Homeoffice zu verlegen. Auch hier steht die Flexibilität die der Anwender gewinnt im Vordergrund. Allerdings können so auch etwaige Mieten für Büroräume oder -ausstattung eingespart werden. Der mobile Arbeitsplatz führt außerdem zu kürzen Reaktionszeiten und damit zu einem schnelleren Prozessdurchlauf. Auch der schnelle und mobile Zugriff auf Kundendaten ist so gewährleistet. So steigt auch die Kundenzufriedenheit.

Und nicht nur das Unternehmen oder die Kunden können von einer mobilen ERP -Lösung profitieren. Denn im Gegensatz zu den komplizierteren Benutzeroberflächen der Systeme, ist das Bedienkonzept von ERP-Apps eher den Applikationen im privaten Gebrauch angepasst. Das mobile ERP wird so für die Anwender attraktiver, da es schnell und einfach zu nutzen ist.

Contra ERP-App:

Abgesehen von den viele Vorteilen die diese Mobilität mit sich bringt, hat eben diese auch ihre Nachteile. Fast 40% von 3000 befragen Erwerbstätigen sind außerhalb der Arbeitszeit für Mitarbeiter und Vorgesetzte erreichbar (Studie der Deutschen Angestellten Krankenkasse von 2012). Durch diese ständige Erreichbarkeit, die erst durch die Flexibilität möglich gemacht wird, verschwimmen die Grenzen von Arbeit und Freizeit immer mehr. Häufig hat das eine psychische Erkrankung, das „Burn-Out“, zu folge.

Besonders kritisch bei der Verwendung von mobilen Endgeräten ist das Thema Datenschutz.
Denn durch das Nutzen von zusätzlicher Hardware, ist diese leicht zu manipulieren und dadurch können wiederum einfach Daten ausspioniert werden. So werden Wartungs- oder Reparaturarbeiten zur Bedrohung für die Datensicherheit. Schnell wird ein gerätinterne Speicher ausgelesen und beschrieben. Beispielsweise mit einer Anwendung die die weiteren Aktionen des Benutzers aufzeichnet. Außerdem werden Mobile Endgeräte oft von dritten genutzt, was zu zusätzlichen sicherheitsrelevanten Problemen führen kann, wie z.B. die Installation von schädlichen Programmen.

Fazit

Für Unternehmen bietet die Möglichkeit einer mobilen ERP eine Menge Vorteile. Auch für die Anwender ist eine benutzerfreundliche Applikation für die mobilen Endgeräte attraktiv – jedoch müssen Grenzen gezogen werden. Beispielsweise schalten manche Unternehmen nachts ihre Mailserver ab.
Bei dem Thema Datenschutz ist Vorsicht geboten. Allerdings nicht mehr und nicht weniger als üblich, wenn wichtige Daten über Netzwerke zugänglich gemacht werden.

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