ERP&CRM – Teil 3: Möglichkeiten der Integration
27 Aug

ERP&CRM – Teil 3: Möglichkeiten der Integration

Ob All-In, nur alle Systeme oder gleich zwei Software-Lösungen von verschiedenen Anbietern – für die Integration von ERP&CRM ist alles möglich.

All-In Lösung

Die bequemste Lösung sind wohl die bereits integrierten Systeme, in welchen sich ERP als auch CRM in einem befindet. Als eine Software verbannt diese Lösung alle Probleme, wie z.B. der Datenaustausch bei der Zusammenarbeit von zwei getrennten Systemen. SAP Business One ist beispielsweise ein ERP-System, in dem das CRM als Modul integriert ist.

Alles aus einem Haus

Auch verschiedene Produkte von einem Hersteller zu nutzen, macht die Integration von ERP und CRM leichter. Aufwendige Anpassungen von Arbeitsprozessen und Datenobjekten fallen weg und die beiden verschiedenen Lösungen können dennoch systemübergreifend genutzt werden. Die Zusammenarbeit der Systeme wird weder von Updates noch von Bug Fixes gestört, denn der Hersteller ist und bleibt verantwortlich für seine Produkte und deren Kooperation.
Ein Beispiel für solche Partner-Systeme aus dem selben Haus ist die SAP, bei der Vertriebsmitarbeiter z.B. die Wahl haben, Angebote und Aufträge im ERP- oder im CRM-System zu erfassen. Auch Microsoft hat eine ERP- und eine CRM-Lösung. Für den Datenaustausch zwischen den beiden Systemen lässt sich einfach als Standard die Schnittstelle Scribe nutzen.

Lösungen verschiedener Anbieter

Trotz der Vorteile beziehen viele Unternehmen ihre CRM- und ERP-Systeme von verschiedenen Herstellern. Sie möchten sich nicht mit einer Integration aus ein und dem selben Haus von dem jeweiligen Anbieter abhängig machen. Die Integration wird im eigenen, und aufs eigene Unternehmen abgestimmt vorgenommen.
Besitzt die Software systemunabhängige Techniken, so ist die CRM-ERP-Integration von Software unterschiedlicher Hersteller kein Problem. Neuere Software verfügt außerdem bereits über standardisierte Konnektoren von ERP- zu CRM-Systemen. Ein paar Systeme sind auch SOA-ready.

Normalerweise haben CRM-Systeme ebenso Schnittstellen, die sie an ERP-Systeme oder deren Stammdaten anbinden. Über die Schnittstellen können diverse Funktionen abgerufen werden, die die beiden Systeme außerhalb der eigentlichen Anwendungen abrufen. Diese Schnittstellen funktionieren nicht auf den Datenlayer, allerdings auf dem Businesslayer. Sie sind meistens über Web Services zugänglich und helfen zudem bei der Validierung von Dateneingaben.
Bei der Umsetzung von Schnittstellen muss beachtet werden, dass ein Update eines der Systeme weiter entwickeln kann. Um nicht nach jeden Update, die Schnittstelle anpassen zu müssen, ist es ratsam dennoch eine Schnittstelle zu nutzen, die vom Hersteller der Software unterstütz wird. Das heißt, dass der Hersteller die Kompatibilität über die Updates hinaus garantiert.
Des weiteren bringen Standardschnittstellen zwar immer vorbestimmte Funktionsmöglichkeiten mit, was den Aufwand der Implementierung senkt. Aber dafür weichen die ERP-Lösungen oft von diesem Standard ab. Außerdem sind auch die benötigten Funktionen an die Schnittstellen teilweise speziell. Deshalb kommt man oft nicht um eine manuelle (aufwendige) Anpassung.

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