
B1if-Adapter sind die Protokoll-Bausteine des Integration Framework for SAP Business One. Sie regeln, wie ein B1if-Szenario mit der Außenwelt kommuniziert — eingehend (Listener) und ausgehend (Sender). Jeder Adapter deckt genau eine Technologie ab und kapselt deren Konfiguration, Fehlerbehandlung und Authentifizierung, sodass das eigentliche Szenario technologieunabhängig bleibt.
Kontext
Die wichtigsten Adapter: HTTA für HTTP(S)-Kommunikation mit REST-/XML-Endpunkten; WSAS für Web Services mit WSDL-basierten SOAP-Aufrufen; SMTE für E-Mail-Versand über SMTP; FILR für Dateizugriff auf das Serverfilesystem — Import aus einem Eingangsordner, Export in einen Ausgangsordner; FTPP für FTP/FTPS-basierte Dateiübertragung zu Partnern oder Hosting-Providern; JDBC für direkte Datenbankabfragen auf externe SQL-Systeme; RFCA für die Anbindung an SAP-ERP-Systeme via Remote Function Call. Weiterhin gibt es MAIL (Mail-Empfang), SVCC (Service-Aufrufe), B1IS (interne B1-Szenarien) und den DB-Adapter für die Company-DB. Jeder Adapter wird im SLD pro Szenario konfiguriert (Credentials, Host, Ports, Pfade) und arbeitet mit dem BizStore zusammen, der die Transaktionen und Fehlerzustände persistiert.
Abgrenzung
Adapter sind keine vollständigen Integrationen — sie liefern nur den Transport. Die eigentliche Logik (Feld-Mapping, Konvertierung, Geschäftsregeln) steckt in den Processing Steps und XSLT-Transformationen. Gegenüber modernen iPaaS-Plattformen wie SAP Integration Suite oder Azure Logic Apps sind die B1if-Adapter technisch älter, dafür tiefer mit B1 verzahnt und ohne Zusatzlizenz nutzbar. Für neuere Szenarien — insbesondere Peppol, E-Rechnung und BTP-basierte Services — empfiehlt SAP zunehmend Konnektoren via Cloud Connector und EDS, die über die Adapter hinausgehen.
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