
Der DI-Server ist eine SOAP-basierte Serverkomponente im SAP-Business-One-SDK, die die Data Interface API (DI API) über das Netzwerk als Dienst bereitstellt. Fremdanwendungen rufen Geschäftsobjekte wie Verkaufsauftrag, Rechnung oder Geschäftspartner über XML-Nachrichten an einem zentralen Windows-Dienst auf, ohne dass auf jedem Client eine DI-API-Installation nötig ist.
Kontext
Technisch bündelt der DI-Server mehrere gleichzeitige DI-API-Sitzungen hinter einer Thread-Pool-Architektur und übernimmt Login, Company-Zuordnung und Transaktionsklammerung. Genutzt wird er typischerweise für Integrationsszenarien, in denen eine externe Anwendung (Webshop, Fremdsystem, Logistik-Middleware) im Batch grosse Datenmengen in B1 schreiben oder lesen muss — etwa beim nächtlichen Import von Bestellungen oder beim Generieren von Lieferscheinen. Der Aufruf erfolgt per SOAP-Request mit einer Objekt-Session-ID, die vorher über LoginEx erzeugt wurde; das zurückgelieferte XML folgt dem DI-API-Objektmodell. Lizenzrechtlich benötigt der DI-Server eigene B1i/Integration-Lizenzen, die über den License Server freigeschaltet werden.
Abgrenzung
Im Gegensatz zur lokalen DI API, die als COM-Komponente direkt im Prozess einer Windows-Anwendung läuft, arbeitet der DI-Server remote über SOAP und kann daher auch von Nicht-Windows-Clients angesprochen werden — allerdings mit höherem Overhead pro Aufruf. Gegenüber dem Service Layer ist der DI-Server die ältere Technologie: Service Layer v2 wird für neue, REST-/JSON-basierte Integrationen empfohlen, während der DI-Server vor allem dort bleibt, wo bestehende Schnittstellen mit komplexen DI-API-Transaktionen bereits implementiert sind oder spezifische Stored-Procedures und Add-on-Objekte nur über DI API zugänglich sind.
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