28 Apr.

Drucklayout-Designer (PLD)

Versino Financial Suite

Der Drucklayout-Designer (englisch Print Layout Designer, kurz PLD) ist das bordinterne Werkzeug von SAP Business One zum Gestalten von Belegdrucken und Standardberichten. Er liefert hunderte vorgefertigte Layouts für Angebote, Bestellungen, Rechnungen, Gutschriften, Zahlungsbelege und Finanzberichte und erlaubt deren Anpassung ohne externe Software.

Kontext

Der PLD wird über die Symbolleiste im geöffneten Beleg oder über Extras → Drucklayout-Designer aufgerufen. Voraussetzung: Der Anwender hat vorher genau den Beleg oder Bericht markiert, den er bearbeiten möchte. Die Oberfläche arbeitet mit Feldern, Textelementen, Grafiken, Formeln und Sektionen (Kopf, Wiederholbereich, Fuß). Pro Beleg können mehrere Layoutversionen parallel gepflegt und wahlweise als Standard für alle Benutzer, für den aktuellen Benutzer oder für dedizierte Benutzer (z.B. Brad und Carlos) gesetzt werden. Archivierungs-Add-ons wie CKS.DMS verlangen, dass eine spezifische Druckinformation (z.B. ein Markierungstag) manuell in das PLD-Layout eingebracht wird, um beim Belegdruck eine automatische Archivierung auszulösen. Der Datenzugriff ist auf die Datenquelle des jeweiligen Belegs beschränkt; Zusatzfelder aus der Datenbank können über Datenbankfelder, Formeln und UDFs eingebunden werden.

Abgrenzung

Der PLD ist nicht so mächtig wie Crystal Reports: Komplexe Gruppierungen, Subreports, Cross-Tabs, externe Datenquellen oder dynamische Bildsteuerung sind nur sehr eingeschränkt möglich. Für anspruchsvolle Layouts, internationale Varianten oder pixelgenauen Abgleich mit Corporate Design wechseln Anwender typischerweise zu Crystal Reports. Umgekehrt ist der PLD für einfache interne Belege, kleine Betriebe und Schnellanpassungen oft die schnellere Wahl — er braucht keine eigene Installation, respektiert die SAP-B1-Berechtigungen und wird bei Upgrades automatisch weitergezogen.


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