28 Apr.

Mandantenkopie


E-Rechnung in Deutschland: So setzen Sie die Pflicht mit SAP Business One um

Eine Mandantenkopie (englisch company copy) ist die Duplizierung einer SAP-Business-One-Datenbank — inklusive Stamm- und Bewegungsdaten, Belegen, Benutzern, UDTs und UDOs — zu einem anderen Mandanten. Sie ist das zentrale Werkzeug, um Testsysteme zu versorgen, Upgrade-Proben zu fahren, Migrationen vorzubereiten oder ein Demosystem für Schulungen bereitzustellen.

Kontext

Technisch entsteht eine Mandantenkopie durch Backup-und-Restore der Datenbank: Auf HANA über HANA Cockpit → Backup → Data Recovery in einen neuen Tenant, auf MS SQL über SQL Management Studio (Backup → Restore as) in eine neue Company-DB. Anschließend muss der neue Mandant im SLD (bei HANA) bzw. im Site-User-Modus (bei SQL) registriert werden; Benutzerpasswörter und Lizenzzuordnungen werden neu gesetzt. Für Testsysteme ist zusätzlich eine Anonymisierung sinnvoll: Kundendaten pseudonymisieren, Bankverbindungen blanken, Logins umbenennen, Mailversand deaktivieren. Add-ons wie die Versino Financial Suite oder Coresuite-Produkte legen oft Registrierungseinträge pro Mandant ab, die nach der Kopie ebenfalls angepasst werden müssen. Für reine Buchhaltungstests reicht der Mandant — für vollständige Szenarien inklusive B1if-Integration und externer Webshops müssen auch Schnittstellen-Endpoints umgebogen werden, damit Testläufe nicht produktive Systeme treffen.

Abgrenzung

Eine Mandantenkopie ist kein Backup im Sinne einer Disaster-Recovery-Strategie — sie ist ein Arbeitsduplikat. Sie unterscheidet sich auch von einer Testdatenbank per Site User → New, die einen leeren Mandanten anlegt; für sinnvolle Tests brauchen Sie die echten Datenstrukturen der Produktion. Und sie ersetzt nicht einen Migrationslauf aus einem Altsystem: Dort sind Mapping, Bereinigung und Dateneinspielung wesentlich; eine reine Kopie übernimmt dagegen die bestehenden Daten unverändert.


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