
Der Service Layer ist die moderne, HTTPS-basierte REST-Schnittstelle von SAP Business One. Er stellt die Datenobjekte des ERP-Systems als OData-Service bereit und wird in zwei Protokollvarianten angeboten: v1 unter dem Pfad /b1s/v1/ basiert auf OData Version 3, v2 unter /b1s/v2/ auf OData Version 4. Technisch handelt es sich um denselben Dienst, der parallel zwei URL-Endpunkte mit unterschiedlichem Metadatenmodell ausliefert.
Kontext
Seit Feature Package 2405 gilt OData v3 als deprecated: SAP empfiehlt ausdrücklich die Umstellung auf v2, weil nur diese Variante neue Funktionen, Bugfixes und langfristigen Support erhält. v2 nutzt die aktuellen OData-Funktionen wie Cross-Joins, Singleton-Entitäten, Delta Links und liefert deutlich präzisere Fehler- und Metadatenstrukturen. Für Integratoren heißt das konkret: Der Login-Endpunkt lautet POST /b1s/v2/Login, Paginierung erfolgt über @odata.nextLink statt über __next, und verschachtelte Zeilen (z.B. DocumentLines) werden über $select eingeschlossen statt über $expand. Die EntitySets und Property-Namen von DI API und Service Layer sind identisch, die Pfade und Methodenaufrufe unterscheiden sich aber — wer von v1 migriert, muss JSON-Schema, Error-Handling und Query-Strings anpassen.
Abgrenzung
v1 bleibt aus Kompatibilitätsgründen verfügbar, sollte aber für Neuentwicklungen nicht mehr gewählt werden. Der Service Layer ist weder ein Ersatz für die DI API (lokale COM-Komponente für hohe Schreiblasten) noch für die UI API (Steuerung des SAP-Clients); er ist die netzwerkfähige, plattformunabhängige Alternative und läuft auf dem Service-Layer-Server der HANA-basierten B1-Installation. Cloud-Lösungen wie Cloudiax sprechen ausschließlich v2.
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