28 Apr.

Intercompany-Bestellung


E-Rechnung in Deutschland: So setzen Sie die Pflicht mit SAP Business One um

Eine Intercompany-Bestellung ist ein Beschaffungsvorgang zwischen zwei rechtlich selbständigen Gesellschaften, die zum selben Konzern gehören — etwa zwischen Muttergesellschaft und Tochtergesellschaft oder zwischen zwei Schwestergesellschaften. Aus Sicht von SAP Business One ist die beschaffende Firma ein Kreditor, die liefernde Firma ein Debitor; die Besonderheit liegt darin, dass beide Seiten in demselben Konzernverbund buchen und die Belege gespiegelt werden müssen.

Kontext

Mehrere SAP-B1-Mandanten werden über die Intercompany Integration Solution (ICI) verbunden, ein kostenfreies SAP-Add-on, das Belege zwischen den Firmen automatisch synchronisiert: Eine Bestellung in Firma A erzeugt in Firma B einen Kundenauftrag, der dortige Wareneingang und die Lieferung werden gespiegelt, die Ausgangsrechnung von B wird automatisch als Eingangsrechnung in A angelegt. Auf dieser Basis können auch Stammdaten (Artikel, Geschäftspartner, Preislisten), Journalbuchungen und Konsolidierungsdaten zwischen den Mandanten abgeglichen werden. Im einfacheren Fall ohne ICI wird die Intercompany-Bestellung manuell gespiegelt oder über B1if-Szenarien abgebildet. Preisgestaltung und Margen folgen dem konzerninternen Verrechnungspreis — Transfer Pricing-Regelungen sind dafür einschlägig. Umsatzsteuerlich sind Intercompany-Lieferungen je nach Länderkonstellation innergemeinschaftliche Lieferungen, Dreiecksgeschäfte oder Reverse-Charge-Fälle — entsprechend sind Steuerkennzeichen und USt-IdNr. in Bestellung, Rechnung und Spiegelbuchung konsistent zu setzen.

Abgrenzung

Eine Intercompany-Bestellung ist keine rein interne Bestandsumlagerung — dafür stünde die Lagerumbuchung innerhalb eines Mandanten. Sie ist auch kein klassisches Streckengeschäft: Beim Streckengeschäft liefert ein externer Lieferant direkt an den Endkunden, bei einer Intercompany-Bestellung tauschen zwei Konzernfirmen Waren oder Leistungen untereinander aus. Gegenüber einer normalen Lieferantenbestellung verlangt sie erhöhte Konsistenz in Stammdaten, Steuerlogik und Zeitpunkten der Buchung, weil Abweichungen direkt in die Konzernkonsolidierung durchschlagen.


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