
Query Generator und Query Manager sind die beiden zentralen Bordmittel in SAP Business One, um Abfragen auf die Datenbank der Company zu schreiben, zu speichern und wiederzuverwenden. Sie ergänzen sich: Der Query Generator ist die Werkbank zum Erstellen neuer Abfragen, der Query Manager die Bibliothek und Ausführungsumgebung der bereits gespeicherten.
Kontext
Der Query Generator (Extras → Abfragen → Abfragegenerator) bietet einen SQL-Editor inklusive Tabellen- und Feldbrowser. Benutzer können reine SELECT-Anweisungen formulieren, Parameter ([%0], [%1] …) einbauen und die Abfrage testen. Gespeichert wird die Abfrage anschließend im Query Manager (Extras → Abfragen → Abfragemanager) mit Kategorie, Name und optionaler Beschreibung; technisch landet sie in der Tabelle OUQR (Felder QCategory, QName, QString, QType etc.). Über den Query Manager werden Abfragen einer Berechtigungsgruppe oder einzelnen Benutzern zugewiesen und lassen sich direkt ausführen, als Formatted Search an UDFs koppeln oder in Alerts und Dashboards einbinden. Erweiterte Frameworks wie das VPS-Cockpit der Versino Financial Suite nutzen OUQR als Persistenzschicht: Queries werden registriert, über eine Referenz-ID verwendet und bei Bedarf mit Lazy Loading und Caching in ComboBox-Population und Reports zurückgeliefert. In HANA-Installationen können neben SQL auch HANA-spezifische Funktionen, Views und Stored Procedures aufgerufen werden.
Abgrenzung
Nur SELECT-Anweisungen sind in Query Generator und Query Manager zulässig — INSERT, UPDATE und DELETE werden blockiert, um unkontrollierte Schreibzugriffe zu verhindern. Für Datenänderungen sind DI API, Service Layer oder dedizierte Admin-Werkzeuge zu nutzen. Der Query Manager ist auch kein Ersatz für echte Berichtswerkzeuge wie Crystal Reports oder Pervasive Analytics — er liefert tabellarische Ausgaben ohne Layout-Gestaltung und komplexe Gruppierungen. Zum MS-SQL Query Builder oder zu HANA Studio besteht ebenfalls eine klare Trennung: Jene wirken auf die gesamte Datenbank, Query Generator/Manager arbeiten im Kontext der jeweiligen B1-Company-DB und respektieren die SAP-B1-Berechtigungen.
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