
Eine REST-API (Representational State Transfer) ist ein Schnittstellenstil, bei dem Ressourcen eines Systems über HTTPS-URLs angesprochen und mit den Standard-Methoden GET, POST, PATCH und DELETE gelesen bzw. verändert werden. Der Austausch erfolgt meist als JSON, Zustände werden nicht auf dem Server gehalten, und jede Anfrage enthält alle Informationen, die sie zur Verarbeitung braucht.
Kontext
Im SAP-Business-One-Umfeld ist die wichtigste REST-API der Service Layer v2 unter /b1s/v2/. Er stellt die Geschäftsobjekte — Items, BusinessPartners, Orders, Invoices, ProductionOrders — als OData-v4-Endpunkte bereit und antwortet in JSON. Typische Aufgaben sind die Anbindung von Webshops, die Synchronisation mit Drittsystemen, Python-/Node.js-Microservices und der Aufbau von B2B-Portalen. Aus Entwicklersicht ist die Authentifizierung session-basiert über den Login-Endpunkt mit gesetztem B1SESSION-Cookie; Anfragen werden per Default auf 20 Datensätze paginiert und müssen über @odata.nextLink weitergeschaltet werden. Zusätzlich zum Service Layer bieten viele Versino-Erweiterungen wie der DMS-Zugriff oder die Versino Financial Suite eigene kleine REST-Endpoints für spezifische Anwendungsfälle.
Abgrenzung
Eine REST-API unterscheidet sich vom älteren SOAP-Ansatz des DI-Servers durch geringeren Overhead, schlankere Payloads und fehlende Verwendung von WSDL-Verträgen. Gegenüber der UI API ist sie ausschließlich daten- und prozessorientiert — sie beeinflusst die SAP-Oberfläche nicht. REST bedeutet im B1-Kontext nicht automatisch „Service Layer": Auch B1if-Szenarien können REST-Endpunkte publizieren, und Webshop-Konnektoren bieten häufig eigene REST-Routen oberhalb des Service Layers.
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