23 Apr.

UDT (SAP Business One)

Versino Financial Suite

UDT steht für User Defined Table, auf Deutsch benutzerdefinierte Tabelle. Eine UDT ist eine eigene Datenbanktabelle innerhalb der SAP-Business-One-Company, die Anwender oder Add-ons anlegen, um Zusatzinformationen zu verwalten — Lookup-Werte für Dropdowns, Konfigurationsparameter, Mapping-Tabellen für Integrationen, Log-Daten oder Stammdaten-Erweiterungen ohne direkten Bezug zu einem Standard-Objekt.

Kontext

UDTs werden über Extras → Anpassungstools → Benutzerdefinierte Tabelle - Definition angelegt; ab SAP Business One 10.0 FP 2208 gibt es dafür auch einen eigenen Berechtigungspunkt unter Customizing Tools. Jede UDT trägt den Präfix @ (z.B. @VPS_DATEV_EXPSTAT für den DATEV-Exportstatus der Versino Financial Suite) und erhält automatisch die Standardfelder Code und Name; darüber hinaus können beliebig viele UDFs als Spalten der UDT definiert werden. Tabellentypen reichen von No Object (reine Daten) über Master Data und Document bis zu Document Lines. UDTs sind über Formatted Searches als Wertequelle für UDFs nutzbar und werden durch Service Layer und DI API als eigenständige EntitySets exponiert — sie sind also nicht nur Datenbank-Kosmetik, sondern vollwertige B1-Objekte.

Abgrenzung

Eine UDT ist keine blosse Spaltenerweiterung eines vorhandenen Objekts — dafür dient das UDF. Sie ist auch kein UDO (User Defined Object): Ein UDO bindet eine UDT an eine Benutzeroberfläche mit Standardfunktionen wie Suchen, Anlegen, Events, Genehmigungsprozesse und Verknüpfungsplan; eine reine UDT hat diese Oberfläche nicht und wird meist programmatisch oder über Queries befüllt. Gegenüber einer direkt in HANA oder SQL angelegten Tabelle bietet die UDT den Vorteil, dass sie über DataSource-Bindings im SAP-B1-Client adressierbar ist und beim Upgrade erhalten bleibt — Eigenbau-Tabellen außerhalb des B1-Systems können dagegen verloren gehen.


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