
Die Vertragsart in SAP Business One legt fest, wie ein Rahmenvertrag zwischen Unternehmen und Geschäftspartner ausgestaltet und im System abgewickelt wird. Sie entscheidet, welche Belegarten als Referenz zulässig sind, welche Mengen- oder Betragsgrenzen gelten und wie sich Folgebelege automatisch gegen den Vertrag verrechnen lassen.
Kontext
SAP Business One unterscheidet zwei Grundsätze: Bei der Artikelmethode dient der Vertrag als Vereinbarung, eine vordefinierte Planmenge bestimmter Artikel innerhalb eines Datumsbereichs zu verkaufen oder zu beschaffen, mit festem Stückpreis je Artikel. Bei der Geldwertmethode wird stattdessen ein Gesamt-Planbetrag vereinbart; die konkreten Artikel werden nicht fixiert, sondern über eine Preisliste mit Rabatt ausgepreist. Darüber hinaus gibt es eine Belegart-Ebene: Artikel für lagerhaltige Produkte und Service für Dienstleistungen, die nicht in der Artikelverwaltung geführt werden (z.B. einmalige Beratung). Die Vertragsart wird im Rahmenvertrag (OOAT / OAOT) gesetzt und steuert das Verhalten bei Kopie nach Kundenauftrag, Lieferung und Rechnung. Über Status wie Genehmigt, Ausgesetzt, Beendet wird der Lebenszyklus kontrolliert; Auswertungen zeigen Rest-Mengen bzw. Rest-Beträge und unterstützen damit Abruforder und Forecasting.
Abgrenzung
Die Vertragsart ist nicht identisch mit der Belegart eines einzelnen Verkaufs- oder Einkaufsbelegs und auch nicht mit der Geschäftspartner-Art (Kunde/Lieferant/Lead). Sie unterscheidet sich vom Kundenauftrag, der eine einzelne Transaktion dokumentiert, und vom Servicevertrag, der die Abwicklung von Serviceleistungen (Wartung, Support, Garantie) auf Basis des Service-Moduls regelt — dort bestimmt die Servicevertragsart (Regulär, Garantie, Kundenspezifisch) Reaktionszeiten, abgedeckte Artikel und Verrechnungslogik.
Warum Unternehmen bei KI im ERP zögern
Predictive Maintenance: Wie den Mittelstand zur intelligenten Fabrik macht
RPA im ERP-Umfeld: Effizienzsteigerung durch digitale Prozesshelfer
Generative KI im ERP: Wie LLMs die Rolle von ERP-Systemen verändern
Mit APIs und Microservices die ERP-Zukunft vorbereiten