
Der BizStore ist die Persistenzschicht des Integration Framework for SAP Business One (B1if). Er speichert alle Nachrichten und deren Verarbeitungszustände, die ein B1if-Szenario durchlaufen: Eingangs-Payload, Zwischenergebnisse der Processing Steps, Ausgangs-Payload, Fehlermeldungen, Retry-Zähler und Zeitstempel. Damit ist der BizStore die Basis für Monitoring, Fehleranalyse, Wiederaufnahme und Audits aller Integrationen.
Kontext
Jede Nachricht bekommt beim Eingang eine MessageID. Das Szenario schreibt pro Processing Step den aktuellen Zustand in den BizStore — typischerweise in eine dedizierte SQL-/HANA-Datenbank, die parallel zur Company-DB läuft. Im Monitoring-UI lassen sich Nachrichten filtern (nach Szenario, Status, Zeitraum), im Detail öffnen, mit der aktuellen Payload anzeigen und bei Bedarf manuell erneut auslösen. Fehler werden als failed markiert und enthalten Stack-Trace und letzten Atom-Schritt. Für revisionsrelevante Szenarien — etwa E-Rechnungsversand oder Lieferantenzahlungen — ist der BizStore damit auch die Beweisgrundlage, dass und wann eine Nachricht verschickt wurde. Retention Policies legen fest, wie lange Nachrichten aufbewahrt werden; ohne Bereinigung wächst die Tabelle schnell in den zweistelligen Gigabyte-Bereich.
Abgrenzung
Der BizStore ist kein revisionssicheres Dokumentenarchiv im Sinne der GoBD — er persistiert Integrationsnachrichten, nicht die eigentlichen steuerrechtlichen Belege. Dafür stehen Systeme wie CKS.DMS oder dedizierte Archivlösungen. Er ist auch kein Event-Broker wie Kafka: BizStore hält die Zustände eines dokumentbasierten Nachrichtensystems, nicht eine Echtzeit-Event-Pipeline. Vergleichbar ist er am ehesten mit der Integration Message Store-Schicht klassischer Middleware-Produkte — spezialisiert auf B1if und mit Monitoring-UI direkt im SLD.
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