
Eine Kostenstelle ist eine organisatorische Verrechnungseinheit, die Aufwendungen und Erträge nach ihrem Entstehungsort zuordnet und damit die Wirtschaftlichkeit einzelner Unternehmensbereiche sichtbar macht. In SAP Business One bildet die Kostenstelle das Trägerobjekt der Kostenrechnung und läuft parallel zur Finanzbuchhaltung. Jede Kostenstelle wird zwingend einer von bis zu fünf Dimensionen zugeordnet, etwa Abteilung, Region oder Projekt.
Kontext
Im SAP-Business-One-Umfeld dient die Kostenstelle dazu, Transaktionen zusätzlich zum Sachkonto auf Abteilungen, Projekte oder Standorte zu verteilen. Dadurch entsteht ein eigenständiges Kostenstellen-Reporting, ohne dass der Kontenplan segmentiert werden muss. Aufteilungsregeln verteilen einzelne Buchungen prozentual auf mehrere Kostenstellen; bei Anlage einer neuen Kostenstelle erzeugt das System automatisch eine gleichlautende 100-Prozent-Regel. Kostenstellen greifen ausschließlich auf Aufwands- und Ertragskonten, denn Bilanzkonten sind in der Kostenrechnung systemseitig gesperrt. Für Entscheider liefert die Kostenstellenrechnung damit das Bindeglied zwischen Kostenarten und Kostenträgern und macht die Profitabilität einzelner Bereiche messbar.
Abgrenzung
Die Kostenstelle ist kein Sachkonto und ersetzt keine GuV- oder Bilanzposition. Sie ergänzt die Finanzbuchhaltung um eine zweite Auswertungsebene und darf nicht mit der Dimension verwechselt werden: Die Dimension ist die Klammer (z. B. "Abteilung"), die Kostenstelle der konkrete Wert darunter (z. B. "Vertrieb Nord"). Abzugrenzen ist sie außerdem vom Kostenträger, der die erzeugten Leistungen oder Produkte kalkulatorisch belastet, sowie von der Aufteilungsregel, die lediglich den Verteilungsschlüssel zwischen mehreren Kostenstellen definiert.
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