Eine Mengeneinheit, in der ein Material verkauft wird.
Für ein Material können mehrere Verkaufsmengeneinheiten definiert werden. Ein Umrechnungsfaktor ermöglicht es dem System, sich auf die Basismengeneinheit.

Die Verkaufseinheit ist die Mengeneinheit, in der ein Artikel im Verkaufsprozess geführt und abgerechnet wird. Sie wird im Artikelstammsatz unter der Registerkarte „Verkaufsdaten“ definiert. Typische Einheiten sind „Stk“ (Stück), „Liter“, „Karton“, „Stunde“ – oder je nachdem, was das Unternehmen gerade so unter „verkaufen“ versteht.
Funktion im System:
Die definierte Verkaufseinheit wird automatisch in allen Verkaufsbelegen verwendet – von Angeboten über Kundenaufträge bis hin zur Lieferung. Wer also USB-Sticks einzeln verkauft, sollte nicht aus Versehen ganze Paletten im Angebot stehen haben – es sei denn, der Kunde hat’s eilig.
Abgrenzung zu anderen Mengeneinheiten:
SAP Business One trennt bewusst zwischen drei verschiedenen Einheiten:
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Verkaufseinheit: Einheit, in der der Kunde kauft.
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Einkaufseinheit: Einheit, in der der Artikel vom Lieferanten bezogen wird.
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Bestandsmengeneinheit: Einheit, in der der Artikel im Lager geführt wird.
Diese Unterscheidung sorgt für Flexibilität – und für gelegentliches Stirnrunzeln bei der Umrechnung. Aber das System bietet dafür definierbare Mengenumrechnungen, etwa: 1 Karton = 10 Stück. So bleibt alles rechenbar, selbst wenn der Vertrieb kreativ wird.
Verwendung in Preislisten:
Die Preislisten orientieren sich grundsätzlich an der definierten Verkaufseinheit. Preisangaben erfolgen also pro „Stück“, „Liter“ oder „Stunde“ – je nachdem, welche Einheit im Artikelstammsatz hinterlegt ist. Wer die Einheit ändert, ändert damit auch die Preislogik.
Manuelle Auswahl der Einheit im Verkaufsbeleg:
Trotz definierter Verkaufseinheit können Benutzer im Verkaufsbeleg abweichend auch die Bestandsmengeneinheit verwenden – falls sich die Verkaufssituation einmal nicht an den Artikelstammsatz halten will. Preis und Menge werden dann entsprechend umgerechnet.
Verkaufseinheit bei Dienstleistungen:
Auch nicht-lagergeführte Artikel wie Dienstleistungen können (und sollten) eine Verkaufseinheit erhalten – zum Beispiel „Stunde“, „Tag“ oder „Pauschale“. Damit behält auch der rein virtuelle Artikel eine definierte Bezugsgröße.
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