28 Apr.

ZUGFeRD 2.4


E-Rechnung in Deutschland: So setzen Sie die Pflicht mit SAP Business One um

ZUGFeRD (Zentraler User Guide des Forums elektronische Rechnung Deutschland) ist ein in Deutschland entwickeltes Hybridformat für die elektronische Rechnung. Es kombiniert eine lesbare PDF/A-3-Datei mit einem eingebetteten, strukturierten XML-Datensatz nach der Syntax CII (UN/CEFACT Cross Industry Invoice) — der Beleg bleibt für Menschen les- und druckbar, während die XML-Nutzlast automatisiert verarbeitet werden kann. Die aktuelle Version ist ZUGFeRD 2.4, veröffentlicht am 4. Dezember 2025, vorgesehen für die Nutzung ab dem 15. Januar 2026.

Kontext

ZUGFeRD kennt mehrere Profile, die sich im Detailgrad der eingebetteten Daten unterscheiden: MINIMUM und BASIC WL (nur Kopfdaten, keine Belegzeilen — nicht EN-16931-konform und dürfen nach der 2025er-Gesetzeslage nicht als reine E-Rechnung genutzt werden), BASIC und EN 16931 (EN-konform, Standardfall für B2B), EXTENDED (voller Detailgrad mit projektspezifischen Feldern) sowie das XRechnung-Profil (reines XML ohne PDF, ideal für B2G). In SAP Business One wird ZUGFeRD seit der Standardlokalisierung Deutschland unterstützt — für das Ausgehen ab FP 2405, für den Eingang mit Draft-Erstellung und XPath-basiertem Mapping ab FP 2502. Partnerprodukte wie die Versino Financial Suite, CKS.DIGITAL oder EDS runden die Abwicklung ab. Neben ZUGFeRD existiert das nahezu identische französische Pendant Factur-X; beide Standards teilen die gleiche technische Basis.

Abgrenzung

ZUGFeRD ist kein reines Datenformat wie XRechnung — das PDF bleibt Teil des Containers, auch wenn rechtlich die XML-Nutzlast zählt. Es ist auch nicht der einzige Weg zur E-Rechnung: Neben ZUGFeRD stehen XRechnung (rein XML) und Peppol-basierte UBL-Formate zur Wahl. Gegenüber einem EDI-basierten INVOIC-Fluss ist ZUGFeRD einfacher einzuführen (kein EDI-Clearing nötig), dafür weniger automatisierungsnah in durchgehenden Geschäftsketten. Nicht jedes ZUGFeRD-Profil ist EN-16931-konform — die Profilwahl ist deshalb kein Nebensache, sondern zentrale Designentscheidung jeder E-Rechnungsstrategie.


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