28 Apr.

Zykluscode

Versino Financial Suite

Der Zykluscode in SAP Business One ist ein Kürzel für ein vordefiniertes Auftragsintervall in der Disposition (MRP). Er bestimmt, in welchem zeitlichen Rhythmus ein Artikel nachbestellt oder produziert werden soll — etwa täglich, wöchentlich, alle zwei Wochen, monatlich oder quartalsweise — und bündelt mehrere Einzelbedarfe zu einem gemeinsamen Beschaffungs- oder Fertigungsvorgang.

Kontext

Zykluscodes werden in der Definition angelegt (Tabelle OCYC, Feld OrdrIntrvl) und im Artikelstamm auf dem Reiter Planung im Feld Auftragsintervalle (OITM.OrdrIntrvl) referenziert. Bei einem MRP-Lauf berücksichtigt SAP Business One den hinterlegten Zykluscode zusammen mit weiteren Planungsparametern wie Auftragsvielfaches (OrdrMulti), Mindestauftragsmenge (MinOrdrQty) und Toleranztage (ToleranDay): Statt für jeden offenen Bedarf einen separaten Bestellvorschlag zu erzeugen, fasst das System alle Bedarfe innerhalb eines Zyklus zusammen und schlägt genau eine Bestellung bzw. einen Fertigungsauftrag vor. Das reduziert Rüst-, Bestell- und Versandkosten und glättet Beschaffungsspitzen. Der Zykluscode wirkt auch auf den empfohlenen Lieferdatumskalender: Neue Bedarfe innerhalb desselben Zyklus landen auf dem gleichen Vorschlag, solange die Wiederbeschaffungszeit ausreichend bleibt.

Abgrenzung

Der Zykluscode ist keine Beschaffungsart — er legt nicht fest, ob ein Artikel hergestellt oder eingekauft wird (dafür dient Beschaffungsmethode Buy/Make). Er ist auch nicht identisch mit Wiederbeschaffungstagen oder Wartetagen: Diese bestimmen die Vorlaufzeit, nicht den Rhythmus. Ebenfalls zu unterscheiden ist der Zykluscode von Recurring Order Transactions, die regelmässige Verkaufs- oder Bestelldokumente für wiederkehrende Verträge automatisch erzeugen — sie leben neben der MRP-Logik und nutzen einen eigenen Scheduler mit Next Execution Date.


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