
Das Kassenbuch ist die chronologische Aufzeichnung aller baren Geschäftsvorfälle eines Unternehmens und dokumentiert jede Bareinnahme sowie jede Barausgabe lückenlos mit Datum, Betrag und Gegenkonto. Buchhalterisch bildet es die Bewegungen des Kassenkontos ab, das als aktives Bestandskonto im Umlaufvermögen gefuehrt wird.
Kontext
Im Mittelstand dient das Kassenbuch als Grundbuch fuer Bargeldverkehr und liefert die Buchungsgrundlage fuer das Sachkonto "Kasse" (z. B. SKR04-Konto 2820). Jede Bareinzahlung erhoeht den Kassenbestand und wird im Soll gebucht, jede Barauszahlung im Haben. Typische Vorgaenge sind Barverkaufserloese, die brutto inklusive Umsatzsteuer vereinnahmt und anschliessend retrograd in Netto-Erloes und Umsatzsteuer zerlegt werden, Baranzahlungen von Kunden sowie Geldtransfers zwischen Kasse und Bank als erfolgsneutraler Aktivtausch (Buchungssatz "Bank an Kasse" oder "Kasse an Bank"). Fuer Entscheider ist das Kassenbuch damit zugleich Liquiditaetsnachweis und Pruefgrundlage der Bargeldprozesse.
Abgrenzung
Das Kassenbuch ist nicht identisch mit dem Kassenkonto. Das Kassenkonto ist das Sachkonto in der Finanzbuchhaltung, auf dem die Salden der Bargeldbewegungen gefuehrt werden; das Kassenbuch ist die vorgelagerte, chronologische Einzelaufzeichnung der Vorgaenge. Ebenso zu trennen ist die Kassenfuehrung (organisatorischer Prozess der Bargeldhandhabung) vom Kassenbuch als Aufzeichnungsinstrument.
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