23 März

Produktpreis (SAP Business One)


E-Rechnung in Deutschland: So setzen Sie die Pflicht mit SAP Business One um

Der Produktpreis bezeichnet in SAP Business One den in Preislisten hinterlegten Verkaufs- oder Einkaufspreis eines Artikels.

Um den Produktpreis in SAP Business One zu managen, stehen verschiedene Methoden und Quellen zur Verfügung, die sowohl die Festlegung als auch die Anpassung des Preises betreffen:

1. Manuelle Eingabe und automatische Berechnung:

  • Der Produktpreis kann manuell eingegeben werden
  • In Stücklisten (BOMs) kann der Stückpreis des übergeordneten Artikels automatisch berechnet werden. Dies geschieht, indem der Gesamtpreis aller untergeordneten Artikel durch die Produktmenge geteilt wird, wenn die Option "Preis setzen" gewählt wird

2. Preisquellen und Basispreismethoden: Preise können aus verschiedenen Quellen bezogen oder auf Basis unterschiedlicher Methoden ermittelt werden

  • Preislisten: Auswahl einer spezifischen Preisliste (z.B. VK Endkunde, VK Einzelhandel, EK Discount).
  • Zuletzt ermittelter Preis: Der Preis, der im letzten Simulationslauf für die Bestandsbewertung (bei kontinuierlicher Bestandsführung) oder im Berichtslauf (ohne kontinuierliche Bestandsführung) generiert wurde.
  • Artikelkosten: Die kalkulierten Selbstkosten des Artikels.
  • Letzter Einkaufspreis: Der Preis, der zuletzt für den Artikel bezahlt wurde.
  • Produktionsstandardkosten: Standardkosten, die aus der Produktion stammen, relevant für Fertigungsartikel.
  • Manuell: Ein frei eingebbarer Basispreis.

Diese Basispreismethoden können auch für die Bruttogewinnermittlung in Verkaufsangeboten und anderen Belegen zur Simulation herangezogen werden. Ist der Bruttogewinn negativ, wird das Ergebnis rot dargestellt.

3. Behandlung von Anschaffungskosten (Landed Costs): Für Artikel, die Import- oder hohe Frachtkosten verursachen, können Anschaffungskosten (Zoll, Fracht, Versicherung) auf die gelieferten Artikel verteilt werden. Dies erhöht den Lagerwert der Artikel und ist entscheidend für eine korrekte Margenberechnung bei kontinuierlicher Bestandsführung. Die Aufteilung der Nebenkosten kann nach Warenwert, Gewicht oder Volumen erfolgen und beeinflusst direkt den neuen Artikelpreis (Bestandsbewertung OINM) .

4. Mehrstufige Stücklisten und Kosten-Roll-up: Bei mehrstufigen Stücklisten (Halbfertigfabrikate) löst das System die gesamte Struktur auf. Zuerst werden die Kosten der untergeordneten Baugruppen berechnet und diese dann zu den Kosten der höheren Stufen addiert. Dies stellt sicher, dass Preisänderungen bei Rohstoffen oder Ressourcen durch die gesamte Kette bis zum Endprodukt durchgereicht werden .

5. Nachträgliche Preiskorrektur ohne Bestandsbewegung: Um einen Preis nachträglich zu korrigieren (z.B. Rabattgewährung oder falscher Preis), ohne dass die Ware physisch zurückgegeben wird und der Lagerbestand verfälscht wird, kann eine Gutschrift mit der Option „Without Qty Posting“ (Ohne Mengenbuchung/Bestandsbuchung) erstellt werden. Hierbei wird nur die Preisdifferenz angegeben, was eine rein finanzielle Anpassung ohne Einfluss auf die Bestandsmengen ermöglicht und den Umsatzkorrektur im „Sales Analysis Report“ korrekt widerspiegelt

Preisarten

  • Listenpreis: Standardpreis aus der Preisliste
  • Letzter Einkaufspreis: Preis der letzten Beschaffung
  • Gleitender Durchschnittspreis: Automatisch berechneter Durchschnitt

Einsatz in SAP Business One

SAP Business One verwaltet bis zu zehn Preislisten parallel. Der Preis wird automatisch aus der dem Kunden zugeordneten Preisliste übernommen.


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