
Die SEPA-Überweisung (SEPA Credit Transfer, SCT) ist eine standardisierte, in Euro denominierte Banküberweisung vom Zahler zum Zahlungsempfänger innerhalb des Single Euro Payments Area. SEPA umfasst 36 europäische Länder und nutzt einheitliche ISO-20022-XML-Formate, üblicherweise als pain-Nachrichten (Payment Initiation) bezeichnet.
Kontext
Im SAP-Business-One-Umfeld ist die SEPA-Überweisung der Standardweg für ausgehende Lieferantenzahlungen in Euro. Das Format pain.001.003.03 deckt klassische Inlandszahlungen ab, pain.001.001.09 ersetzt darüber hinaus das frühere DTAZV-Format für internationale Zahlungen. Ausgeführt wird die SEPA-Überweisung über den Zahlungsassistenten: Dieser wählt offene A/P-Rechnungen nach Fälligkeit aus und erzeugt die Zahlungsdatei. Voraussetzung ist, dass der Zahlweg (z. B. SEPA-CT) unter Administration > Einstellungen > Banking > Zahlwege konfiguriert und im Geschäftspartnerstamm mit IBAN und BIC hinterlegt ist. Die erzeugte pain-Datei wird anschließend an die Hausbank übergeben, typischerweise über EBICS oder HBCI. Damit bündelt die SEPA-Überweisung die Lieferantenzahlung in einem regulierten, maschinenlesbaren Prozess und löst Einzelüberweisungen im Online-Banking ab.
Abgrenzung
Im Gegensatz zur SEPA-Lastschrift (SEPA Direct Debit, SDD, Format pain.008.003.02) zieht nicht der Empfänger den Betrag beim Zahler ein, sondern der Zahler beauftragt seine Bank aktiv mit der Überweisung. SDD dient daher dem Forderungseinzug vom Kunden, SCT der Begleichung von Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten. Ebenfalls nicht zu verwechseln ist die SEPA-Überweisung mit dem klassischen Auslandszahlungsverkehr (AZV) außerhalb des SEPA-Raums, der eigene Formate und Gebührenlogiken verwendet.
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