18 Apr.

SEPA-Lastschrift

Versino Financial Suite

Die SEPA-Lastschrift (englisch: SEPA Direct Debit, SDD) ist ein standardisiertes Einzugsverfahren, mit dem ein Gläubiger Beträge in Euro direkt vom Konto eines Schuldners einzieht. Das Verfahren basiert auf der ISO-20022-XML-Nachricht pain.008 und gilt einheitlich in allen 36 SEPA-Teilnehmerländern. Innerhalb des Single Euro Payments Area (SEPA) ersetzt die SEPA-Lastschrift die nationalen Einzugsverfahren und unterscheidet zwei Varianten: SDD Core für Einzüge bei Verbrauchern und SDD B2B für Einzüge zwischen Unternehmen.

Kontext

Im SAP-Business-One-Umfeld verarbeiten Unternehmen SEPA-Lastschriften über den Zahlungsassistenten im Modul Bankenabwicklung. Der Zahlungsassistent unterstützt nicht nur ausgehende Zahlungen, sondern ausdrücklich auch den Einzug von Kundenforderungen. Voraussetzung ist die Pflege der Geschäftspartner-Stammdaten mit Bankverbindung, Zahlweg und Zahlungsbedingung. Anschließend importiert das System das passende Zahlungsformat (pain.008.003.02 für SDD Core beziehungsweise B2B), ordnet es der Zahlungsmethode zu und erzeugt im achten Schritt des Zahllaufs die XML-Datei. Diese Datei übertragen Unternehmen in ihr Online-Banking oder ihre Banking-Software. Den Rücklauf gleichen sie über den Import des Kontoauszugs im Format MT940 oder camt.053 ab.

Abgrenzung

Die SEPA-Lastschrift wird häufig mit der SEPA-Überweisung (SEPA Credit Transfer, SCT) verwechselt. Der entscheidende Unterschied liegt in der Richtung des Zahlungsflusses: Bei der SEPA-Überweisung initiiert der Zahler die Zahlung an einen Empfänger, bei der SEPA-Lastschrift zieht hingegen der Gläubiger den Betrag vom Konto des Schuldners ein. Entsprechend nutzt SAP Business One für Überweisungen das Format pain.001, für Lastschriften dagegen pain.008. Innerhalb der SEPA-Lastschrift grenzen sich zusätzlich SDD Core und SDD B2B voneinander ab: SDD B2B richtet sich ausschließlich an Einzüge zwischen Unternehmen.


KI im Arbeitsalltag: Person beginnt mit der eigenen Aufgabe statt mit dem Lernstapel

KI im Arbeitsalltag: So finden Sie den richtigen Start

Wer KI im Arbeitsalltag einsetzen will, kennt das: Man liest einen Beitrag über Prompts. Darin taucht ein neues Modell auf ...
AI-SHOP

KI-Assistent trifft SAP Business One: Zwei Wege aus dem Versino KI-Shop

KI-Assistenten wie Claude oder Copilot schreiben E-Mails, fassen Dokumente zusammen und erklären Fachbegriffe. Fragt man sie aber nach dem offenen ...
SPRINT & SWIRL

Sprint und Swirl: Wie ein KI-Agent Arbeit aufteilt und aus Probeläufen lernt

Diese Reihe beschäftigt sich mit Künstlicher Intelligenz im Zusammenspiel mit SAP Business One. Sie nimmt sich grundlegende KI-Prinzipien in Ruhe ...
LATS

LATS: Mehrere Wege gleichzeitig durchdenkt mit KI — und die Verfügbarkeitsprüfung in SAP B1

Diese Reihe beschäftigt sich mit Künstlicher Intelligenz im Zusammenspiel mit SAP Business One. Nicht als Ansammlung von Produktankündigungen, sondern als ...
ReAct und RLEF

ReAct und RLEF: Wie Künstliche Intelligenz aus echten Fehlern lernt — und was der automatische Bankabgleich in SAP Business One damit zu tun hat

Dies ist die vierte Folge einer Reihe auf diesem Blog, die sich mit KI-Grundlagen im Zusammenspiel mit SAP Business One ...
Service Layer KI als transaktionalen Schicht

SAP B1 10.0 FP2608: Service Layer KI als transaktionalen Schicht

Der Service Layer von SAP Business One diente bisher überwiegend als passiver Datenlieferant: Anwendungen fragten Daten über OData ab, jede ...
Wird geladen …