8 Mai

Steuerdefinition (SAP Business One)

Die Steuerdefinition in SAP Business One umfasst die Festlegung von Steuersätzen, Steuerkategorien und Steuerkennzeichen, die für die Verbuchung und Ausweisung von Steuern in Finanztransaktionen benötigt werden. Diese Definitionen sind länderspezifisch und gewährleisten die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften in der Buchhaltung.


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1. Definition und Bestandteile

Die Steuerdefinition legt fest, wie Steuern in Buchhaltungstransaktionen erfasst und in Berichten dargestellt werden.

Wichtige Bestandteile:

  • Steuerkategorien: Werden für Verkaufs- und Einkaufsbelege definiert und umfassen z. B. Umsatzsteuer.
  • Steuerkennzeichen:
    • Kategorisiert als Vorsteuer oder Ausgangssteuer.
    • Steuerkennzeichen werden in Verkaufs- und Einkaufsbelegen sowie in Journalbuchungen verwendet.
    • Sie können aktiviert oder deaktiviert werden, um ihre Verwendung zu steuern.
  • Steuersätze: Werden im Fenster „Gerichtsbarkeit Steuersätze – Definition“ festgelegt.
    • Zukünftige Änderungen von Steuersätzen und deren Gültigkeitsdaten können definiert werden.
  • Steuergruppen: Können in Belegen angegeben werden, um die korrekte Steuerberechnung sicherzustellen.
  • Standard-USt.-Kennzeichen: Kann für neue Geschäftspartner hinterlegt werden.
  • Steuerstatus: Der Steuerstatus kann in den Stammdaten des Geschäftspartners hinterlegt werden.
  • Steuerzertifikat: Das Ablaufdatum und die Nummer eines Steuerzertifikats können im System hinterlegt werden.

2. Verwaltung der Steuerdefinitionen

Die Steuerdefinitionen werden unter Administration > Definition > Finanzwesen > Steuer vorgenommen.

Wichtige Verwaltungselemente:

  • Steuerkategorien – Definition: Hier erfolgt die grundlegende Einrichtung der Steuerdefinitionen.
  • Konfiguration: Im Bereich Konfiguration können detaillierte Steuerdefinitionen vorgenommen werden, um die steuerlichen Anforderungen eines Landes oder einer Region abzubilden.
  • Quellensteuerkennzeichen: Das Standardquellensteuerkennzeichen für neue Geschäftspartner kann festgelegt werden.
  • One-Stop-Shop-Verfahren: Die Einstellungen sind abhängig davon, ob das Unternehmen dem Umsatzsteuerverfahren One-Stop-Shop (OSS) unterliegt.
  • Steuerzertifikat: Das System ermöglicht die Hinterlegung des Ablaufdatums und der Nummer eines Steuerzertifikats.

3. Bedeutung für die Finanzbuchhaltung

  • Korrekte Verbuchung: Steuerdefinitionen sind entscheidend für die richtige Erfassung von Steuerbeträgen in Finanztransaktionen.
  • Gesetzliche Einhaltung: Sie stellen sicher, dass die gesetzlichen Vorschriften eingehalten und Steuerberichte ordnungsgemäß erstellt werden.
  • Berichtswesen: Steuerberichte basieren auf den hinterlegten Steuerdefinitionen und dienen der Analyse und Dokumentation steuerlicher Verpflichtungen.
  • Wechselwirkungen: Das Steuerdatum und der Steuerbetrag werden direkt in Belegen ausgewiesen und beeinflussen die steuerliche Behandlung der Transaktionen.

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