Versino Financial Suite Version 05.2026: Was sich geändert hat
12 Mai

Versino Financial Suite Version 05.2026: Was sich geändert hat

Version 05.2026 der Versino Financial Suite bringt zwei Neuerungen, die direkt auf Zeitverlust und Systemgrenzen zielen, die in der täglichen Arbeit schmerzen: Der DATEV-Export läuft jetzt monatsübergreifend in einem Lauf — was vorher zwanzig bis dreissig Minuten kostete, dauert rund zwei Minuten. Und das Versino Financial Suite Dashboard steht ab sofort als eigenständige Anwendung bereit, ohne SAP Business One vollständig starten zu müssen.

Daneben wurden mehrere Stellen im Reportingbereich und an den Stammdaten ausgebaut. Was genau — und wo das im Alltag greift — steht weiter unten.

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Der DATEV-Export: von zwanzig Minuten auf zwei

Wer regelmässig DATEV-Exporte aus SAP Business One erstellt, kennt das Ritual. Monat für Monat einzeln selektieren, exportieren, auf die Fertigmeldung warten, nächsten Monat. Bei einem Geschäftsjahr mit zwölf Perioden sind das nicht selten zwanzig bis dreissig Minuten reiner Warteprozess — plus die Fehlerquote, die mit der Anzahl der manuellen Schritte steigt.

Versino Financial Suite Version 05.2026

Version 05.2026 bricht das auf: Der Export läuft jetzt monatsübergreifend mit automatischer Stapelbildung pro Monat. Das heisst konkret: ein Lauf für das gesamte Geschäftsjahr, die Monatsstapel entstehen automatisch — fertig in rund zwei Minuten. Was vorher ein Abend-Ritual war, ist jetzt eine Hintergrundaufgabe.

Das ist keine Kleinigkeit für die Übergabe an den Steuerberater. Wer mit einem DMS oder CANDIS arbeitet, profitiert zusätzlich vom neu integrierten Beleglink: Der exportierte Buchungssatz trägt jetzt eine direkte Referenz zum Originalbeleg. Der Steuerberater landet beim Nachfragen nicht mehr im Buchungssatz-Dschungel, sondern direkt am Dokument.

Was sonst noch am DATEV-Export neu ist

Die Konfigurationsseite wurde erweitert. Wer KOST1 und KOST2 — also Kostenstelle und Kostenträger — in den DATEV-Export übertragen will, kann das jetzt direkt einstellen, ohne Umwege. Hinzugekommen sind ausserdem:

Generalumkehr: Stornobuchungen können in einer konfigurierbaren Logik verarbeitet werden. (Zu den Modi im Detail weiter unten.)

Stornobeleg-Belegnummer: Der Stornobuchungssatz trägt jetzt die Belegnummer des Originals — für die Nachvollziehbarkeit auf Steuerberater-Seite relevant.

Leistungsdatum: Kann jetzt im Export übergeben werden, was bei umsatzsteuerrechtlichen Prüfungen häufig verlangt wird.

Erweitertes Logfile: Das Protokoll des Exports wurde ausgebaut. Wer nachvollziehen muss, was wann exportiert wurde und warum etwas nicht dabei war, hat jetzt mehr Substanz im Log.

Das Financial Cockpit als eigenständige Anwendung

Das Versino Financial Suite Dashboard existiert seit längerer Zeit — wer es kennt, schätzt die Möglichkeit, Sachkonten aufzuschlagen, Buchungen bis zum Beleg zu verfolgen und eigene Query-Auswertungen direkt im Blick zu haben. Die neue Standalone-Version entkoppelt das Cockpit vom restlichen SAP-B1-Client.

Was das bedeutet: Ein Controller oder ein Geschäftsführer kann das Dashboard starten, ohne SAP Business One vollständig zu öffnen. Schnellerer Zugriff, weniger Systemlast, und — nicht unwichtig — man muss für einen Blick auf den Kontostand nicht mehr durch das vollständige B1-Interface navigieren.

Die Kontoblätter wurden ebenfalls substanziell erweitert:

Multiselect Sachkonten: Statt ein Konto nach dem anderen aufzurufen, lassen sich jetzt mehrere Sachkonten gleichzeitig selektieren und gemeinsam auswerten.

Multiselect Basisbelege: Auch auf Belegebene ist Mehrfachauswahl möglich — relevant für Quervergleiche und Abstimmungen.

5 Filter-Vorbelegungen: Häufig genutzte Filtereinstellungen lassen sich jetzt als Voreinstellungen speichern. Wer täglich denselben Kontenbereich auswertet, konfiguriert einmal und klickt danach.

Im Stammdaten-Management war bisher die Pflege von Geschäftspartnern möglich. Version 05.2026 erweitert das um den Kontenrahmen: Änderungen am Kontenplan lassen sich jetzt direkt im Versino Financial Suite Stammdaten-Bereich vornehmen, inklusive Massenänderungen und einem Drill-down in die betroffenen Buchungen. Das ist besonders bei Jahresumstellungen oder Mandatsübernahmen relevant, wenn grössere Teile des Kontenplans angepasst werden müssen.

Berichte: was auf der Lieferanten-Seite nachgezogen wurde

Saldenbestätigungen für Kunden gab es bereits. Version 05.2026 schliesst die Lücke auf der Lieferanten-Seite: Die Saldenbestätigung Lieferant steht jetzt ebenfalls zur Verfügung — ein Standardvorgang im Jahresabschluss, der bisher einen Umweg über externe Dokumente oder manuelle Zusammenstellung erforderte.

Ergänzend dazu: Die OP-Lieferanten-Auswertung zeigt jetzt auch Fremdwährungsbuchungen an. Wer mit Lieferanten in Nicht-Euro-Währungen arbeitet, hatte hier bisher blinde Flecken in der Offene-Posten-Ansicht — die sind mit diesem Release geschlossen.

Kontenplan-DATEV-Felder in der Hauptmaske

Eine eher technische, aber im Arbeitsalltag spürbare Ergänzung: Die DATEV-relevanten Felder des Kontenplans — bisher nur über Umwege erreichbar — sind jetzt direkt in der Hauptmaske des Kontenplans zugänglich. Weniger Klickpfade, weniger Suchen.

Ausserdem wurde der Versand von Dokumenten und Auswertungen auf SMTP umgestellt. Wer bisher MAPI nutzte (also den lokalen E-Mail-Client als Transportschicht), kann jetzt direkt über einen SMTP-Server versenden — relevant für Umgebungen, in denen kein Outlook als lokaler Client vorhanden ist oder in denen der Versand über eine zentrale Mailinfrastruktur laufen soll.

Einordnung

Keine Revolution, aber solide Substanz. Die Performance-Verbesserung beim DATEV-Export und die Standalone-Variante des Dashboards sind die zwei Punkte, die in der Praxis sofort spürbar werden. Der Rest — Beleglink, KOST1/KOST2, erweiterte Saldenbestätigungen, Multiselect — sind Bausteine, die sich in der nächsten Prüfungssaison oder beim nächsten Jahresabschluss zeigen. Wer diese Bereiche nutzt, weiss jetzt, dass er dort weniger improvisieren muss.

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