19 März

Kunden-Equipmentkarte (SAP Business One)

Die Kunden-Equipmentkarte (auch Gerätekarte oder Equipment Card) ist eine zentrale Stammdateneinheit in SAP Business One zur Verwaltung, Verfolgung und Dokumentation von Geräten oder Seriennummernartikeln, die an Kunden verkauft, geliefert oder verliehen wurden.


E-Rechnung in Deutschland: So setzen Sie die Pflicht mit SAP Business One um

Klarer und verständlicher Sprachstil:
Die Equipmentkarte zeigt übersichtlich, welches Gerät mit welcher Seriennummer sich bei welchem Kunden befindet – inklusive aller zugehörigen Serviceverträge, Serviceabrufe und Verkaufsinformationen.

Relevanter Kontext und Einsatzbereich:
Equipmentkarten sind Bestandteil des Servicemoduls in SAP Business One und dienen der lückenlosen Nachverfolgung von Seriennummernartikeln im After-Sales-Prozess. Sie sind besonders relevant in Unternehmen mit servicepflichtigen Produkten, Wartungsverträgen oder komplexen Geräteflotten beim Kunden.

Erstellung und Konfiguration:

  • Manuell: Equipmentkarten können vom Benutzer direkt im Modul Service erstellt werden.
  • Automatisch: Bei Auslieferung von Seriennummernartikeln kann SAP Business One automatisch eine Equipmentkarte erzeugen.
    • Die automatische Erstellung wird aktiviert unter:
      Administration → Allgemeine Einstellungen → Registerkarte Bestand (Checkbox: „Equipment-Stammdaten automatisch erstellen“)
      Administration → Allgemeine Einstellungen → Inventar → Artikel (Checkbox: „Auto. Create Customer Equipment Card“)

Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen:
Im Unterschied zu einem normalen Artikelstamm dokumentiert die Equipmentkarte den Lebenszyklus eines konkreten Einzelgeräts – inklusive Kundenzuordnung, Servicehistorie und Vertragsbezug. Sie ist somit kein allgemeiner Artikelstammsatz, sondern ein individueller Seriennummernbezug.

Beispiel:
Ein Unternehmen liefert eine Maschine mit der Seriennummer XYZ123 an einen Kunden. SAP Business One legt daraufhin automatisch eine Kunden-Equipmentkarte an. Diese enthält die Seriennummer, den Kundennamen, den Standort des Geräts sowie alle zugehörigen Serviceverträge und bisherigen Serviceabrufe.

Inhalt und Aufbau der Equipment Card:
Die Equipmentkarte besteht aus mehreren Informationsbereichen:

  • Kopfbereich: Artikelnummer, Artikelbeschreibung, Seriennummer, Geschäftspartnercode, Kundendaten, Status, zugeordneter Servicevertrag.
  • Wichtige Felder:
    • Herstellerseriennummer (Mfr Serial No.)
    • Interne Seriennummer (Serial Number)
    • Artikelnummer (Item No.) mit Drill-Down zur Artikelübersicht
    • Geschäftspartnerdaten mit Drill-Down zur Stammdatenmaske

Registerkartenstruktur:

  1. Address – Gerätestandort
  2. Service Calls – Historie und Status aller Serviceabrufe
  3. Service Contracts – Verknüpfte Verträge (inkl. Vertragsart und Zeitraum)
  4. Sales Data – Verkaufsinformationen (Kunde, Liefer-, Rechnungsnummern)

Zugriffsrechte:

  • Vollzugriff: Equipmentkarten können angezeigt, erstellt und bearbeitet werden.
  • Nur Leserechte: Ansicht erlaubt, aber keine Bearbeitung.
  • Keine Autorisierung: Kein Zugriff möglich.

Zusätzliche Hinweise zur Systemlogik:

  • Equipmentkarten können nur gelöscht werden, wenn keine aktive Referenz in einem Vertrag oder Serviceabruf besteht.
  • Die Gerätekarte wird als Schnittstelle zwischen Artikel, Servicevertrag und Servicehistorie genutzt.
  • Die Anzeige in der B1 Mobile App ist ebenfalls möglich, inklusive Zugriff auf verknüpfte Daten.

Verwandte Begriffe im SAP-Kontext:


E-Invoice-International

E-Rechnung 2026: Was sich für KMU und SAP-B1-Anwender jetzt ändert

Die E-Rechnung hat die Phase des theoretischen IT-Projekts verlassen. Seit Januar 2025 gilt die Empfangspflicht für alle inländischen Unternehmen — ...
SAP-Business-One-Netting-und-debitorische-Kreditoren

Netting in SAP Business One: Was die Versino Financial Suite anders macht

Wenn ein Geschäftspartner sowohl Kunde als auch Lieferant ist, klingt das nach einer komfortablen Situation. Man kennt sich, man vertraut ...
Susa-in-der-Versino-Financial-Suite

Summen- und Saldenliste in SAP Business One: Was die Versino Financial Suite anders macht — und warum das beim Steuerberater auffällt

Die Summen- und Saldenliste gehört zu den ältesten Berichten der Buchhaltung. Jedes Buchhaltungsprogramm hat sie, und SAP Business One selbst ...
UPDATE Versino Financial Suite

Versino Financial Suite Version 05.2026: Was sich geändert hat

Version 05.2026 der Versino Financial Suite bringt zwei Neuerungen, die direkt auf Zeitverlust und Systemgrenzen zielen, die in der täglichen ...
E-Invoice-International

E-Rechnung 2026: Vom Empfang zur Versandpflicht — was der Mittelstand jetzt klären muss

Seit dem 1. Januar 2025 muss jedes B2B-Unternehmen in Deutschland elektronische Rechnungen empfangen können — unabhängig vom Umsatz. Anderthalb Jahre ...
Leistungsbeschreibung

Leistungsbeschreibung in der E-Rechnung: Wie viel Detail muss wirklich hinein?

Die Einführung der verpflichtenden E-Rechnung verschiebt den Fokus weg vom bloßen PDF hin zu strukturierten Daten. Besonders spürbar wird das ...
Wird geladen …