21 Apr.

Peppol-Zugangspunkt


E-Rechnung in Deutschland: So setzen Sie die Pflicht mit SAP Business One um

Ein Peppol-Zugangspunkt (englisch Peppol Access Point) ist die technische Vermittlungsstelle, über die Unternehmen elektronische Belege — vor allem E-Rechnungen — im Peppol-Netzwerk versenden und empfangen. Peppol steht für Pan-European Public Procurement Online und ist heute das wichtigste grenzüberschreitende Netzwerk für die E-Rechnung in Europa und wachsender Teilen Asiens.

Kontext

Der Zugangspunkt nutzt das AS4-Protokoll zur gesicherten Übertragung und ist nach den Peppol-Spezifikationen zertifiziert. Teilnehmer identifizieren sich über die Peppol-Teilnehmer-ID, die typischerweise im Format 0204:Leitweg-ID (Bund) oder länderspezifisch aufgebaut ist. Drei Wege stehen offen: (1) kostenloser Service der Bundesverwaltung (für Rechnungen an Behörden), (2) kommerzieller Service Provider (z.B. Seeburger, CGI, Ecosio, B2Brouter), (3) Betrieb eines eigenen Access Points mit zertifizierter Software (auch einige Open-Source-Produkte). In SAP Business One lässt sich Peppol über mehrere Pfade nutzen: direkt per SAP Document and Reporting Compliance, cloud edition mit Anbindung an den Electronic Document Service (EDS) und einem passenden Peppol-Exchange-Konnektor; alternativ über B1if-Szenarien, die mit einem externen Provider-API sprechen. Peppol entwickelt sich zurzeit weiter: Der PINT-Standard vereint die Zonen Europa und Asien, und das 5-Corner-Modell bindet Steuerbehörden für Continuous Transaction Controls (CTC) ein.

Abgrenzung

Ein Peppol-Zugangspunkt ist keine E-Mail-Lösung — zwischen Sender und Empfänger stehen mindestens zwei Access Points (4-Corner-Modell), die Belege verschlüsselt übertragen. Er ist auch kein Dateiformat: Peppol transportiert Nachrichten im UBL- oder CII-Format — typischerweise EN-16931-konforme E-Rechnungen wie XRechnung oder das reine XML aus ZUGFeRD-Hybriddateien. Gegenüber klassischen EDI-VANs ist Peppol kostengünstiger und standardisierter, hat aber weniger Tooling für komplexe Bestell-/Lieferschein-/Rechnungs-Prozesse im Großhandel — diese lösen EDI-Clearing-Provider häufig weiterhin besser.


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