21 Apr.

B2B-Shop-Integration


E-Rechnung in Deutschland: So setzen Sie die Pflicht mit SAP Business One um

Eine B2B-Shop-Integration verbindet einen Onlineshop für Geschäftskunden mit SAP Business One und erweitert die klassische Shop-Anbindung um Funktionen, die speziell im B2B-Geschäft gebraucht werden: kundenindividuelle Preise und Rabatte, Kreditlimit, Bestell-Genehmigungen, offene-Posten-Ansichten, Lieferschein-/Rechnungsdownloads und mehrstufige Kundenhierarchien.

Kontext

Inhaltlich geht eine B2B-Shop-Integration über den klassischen Webshop-Konnektor hinaus. Der Shop zeigt dem eingeloggten Kunden seine Preise aus der B1-Preisliste, inklusive Sonderkonditionen und Staffelrabatten; das offene Forderungsvolumen wird live gegen das Kreditlimit aus der B1-Geschäftspartnerstammdaten geprüft; Bestellungen können an einen Bestell-Genehmiger im Kundenunternehmen gehen, bevor sie als Kundenauftrag in B1 landen. Auftragsstatus, Liefer-Tracking, alte Rechnungen und Wartungsverträge lassen sich im Shop einsehen und als PDF aus dem DMS (z.B. CKS.DMS) herunterladen. Zur technischen Umsetzung werden eigene Accounts mit OIDC-/OAuth-Login eingerichtet; die Kommunikation mit B1 läuft über den Service Layer oder über vorgeschaltete B1if-Szenarien. Für EDI-orientierte Kunden (OEM-Zulieferer, Großhandel) kommt zusätzlich der Austausch im ORDERS/ORDRSP/INVOIC-EDI-Standard dazu, häufig über einen Clearing-Provider.

Abgrenzung

Eine B2B-Shop-Integration ist kein B2C-Shop mit ein paar Extras — sie bildet andere Prozesse ab und lässt sich selten mit reinen B2C-Plattformen ohne größere Anpassungen betreiben. Sie ist auch keine Kunden-Portal-Lösung im Sinne von Service Tickets: Für reine Service-Self-Services gibt es separate Portalsysteme. Gegenüber einem Marketplace (Amazon Business, Mercateo) liegt der Schwerpunkt im eigenen Branding und der tieferen SAP-B1-Integration — die Marktplatzlogik ist dort stärker vom Betreiber vorgegeben und weniger flexibel anpassbar.


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