Eine Geschäftsform, bei der ein Lieferant (externer Zulieferer) einen Bestand an Materialien bei einem Kunden (Käufer) unterhält
Standort.
Der Lieferant behält das Eigentum an den Materialien, bis sie aus dem Konsignationslager entnommen werden.
Eine Zahlung für den Konsignationsbestand ist erst dann erforderlich, wenn das Material zur Verwendung entnommen wird. Deswegen wird der
der Lieferant über Entnahmen aus dem Konsignationslager regelmäßig informiert.

SAP Business One unterstützt sowohl Konsignationslager als auch Streckenbestellungen. Diese Funktionen ermöglichen es, spezielle Warenbewegungsprozesse in der Lager- und Beschaffungslogik korrekt abzubilden – inklusive der finanziellen Abwicklung im Hintergrund.
Konsignationslager:
Ein Konsignationslager ist ein Lagerort, an dem sich Waren befinden, die sich zwar physisch im Unternehmen befinden, jedoch (noch) im Eigentum des Lieferanten sind. SAP Business One erlaubt die Verwaltung solcher Lagerbestände getrennt vom regulären Warenbestand.
Systemintegration:
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Lagerdefinition: Konsignationslager werden im System über die Lagerverwaltung definiert. Zu finden unter:
Administration → Definition → Lagerverwaltung → Lager → Register „Buchhaltung“. -
Sachkontenfindung pro Lager: Für Konsignationslager lassen sich in der Lagerdefinition spezifische Sachkonten hinterlegen. Dies betrifft insbesondere Bestands-, Abstimm- oder Verbindlichkeitskonten.
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Abstimmkonten: In Verbindung mit Konsignationsware kommen häufig Abstimmkonten (z. B. Verbindlichkeiten- oder Forderungskonten) zum Einsatz, um die buchhalterischen Auswirkungen der Warenbereitstellung korrekt zu erfassen.
Streckengeschäft (Drop Shipment):
Beim Streckengeschäft wird die Ware direkt vom Lieferanten an den Kunden geliefert – ohne Zwischenlagerung im eigenen Unternehmen. SAP Business One bildet diesen Prozess ab und erlaubt eine präzise Steuerung von Beschaffung und Lieferung ohne physischen Wareneingang im eigenen Lager.
Praxisrelevanz:
Beide Funktionen – Konsignationslager und Streckengeschäfte – erhöhen die Flexibilität in der Materialwirtschaft und ermöglichen die Integration spezieller Geschäftsmodelle in das Standard-ERP-System. Gleichzeitig stellen sie sicher, dass Buchhaltung und Lagerbewegungen transparent und korrekt abgebildet werden.

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