KMU steht für kleine und mittlere Unternehmen. Die englische Entsprechung lautet Small and Medium Sized Enterprises (SME). Für KMU sind bestimmte Muster in Buchhaltung, Vertrieb und Service typisch.
KMU in der Buchhaltung
Die Buchhaltung eines KMU besteht aus Eröffnungsbuchungen, laufenden Buchungen während des Geschäftsjahres und Abschlussbuchungen am Ende des Geschäftsjahres. Die laufenden Buchungen gliedern sich in Ausgangs-, Eingangs-, Bank-, Kassen- und Lohnbuchungen sowie sonstige Buchungen. Ausgangs-, Eingangs- und Bankbuchungen entstehen als Automatikbuchungen. Kassenbuchungen erstellen Anwender dagegen in der Regel manuell. Allerdings wiederholen sich die Kassenbuchungen in einem typischen KMU ständig. Deshalb kommen Anwender wahrscheinlich mit wenigen Kontierungsmustern aus. Die Lohn- und Gehaltsabrechnung lagern KMU oft an den Steuerberater oder ähnliche Dienstleister aus. Den Buchungsbeleg aus dieser Lohnverrechnung erfasst die Buchhaltung manuell im Hauptbuch.
Als Faustregel gilt: Mit einem integrierten Rechnungswesen und einer gut aufgesetzten Kontenfindung entstehen 80 bis 90 Prozent des Buchungsstoffes automatisiert.
Personenabhängigkeit in Vertrieb und Service
Der Vertrieb läuft in KMU oft stark personenzentriert ab. Zudem fehlen ihm häufig Methoden und Instrumente, die zur Unternehmensgröße passen. Gleichzeitig wächst auch in KMU die Notwendigkeit, den Vertrieb mit einem in der Regel überschaubaren IT-Budget so professionell und effizient zu gestalten wie in großen Unternehmen. Standardisierung bietet dabei die Chance, den Vertrieb personenunabhängig zu gestalten und auf andere Mitarbeiter zu übertragen. Auch der Unternehmensbereich Service ist häufig sehr personenorientiert und stark durch Erfahrung geprägt. Die Zahl der Kompetenzträger ist dort jedoch oft gering.
Unternehmensgröße als Merkmal
In SAP Business One lässt sich die Unternehmensgröße zum Beispiel als Eigenschaft eines Geschäftspartners hinterlegen. Ein mögliches Schema unterscheidet Klein- und Mittelbetrieb, gehobenes Mittelunternehmen, Großunternehmen und multinationalen Konzern. Dieses Schema ist ein Beispiel zur Kategorisierung von Geschäftspartnern.
Bezug zum Beitrag
Der Beitrag „Warum Open-Source-ERP KEINE Alternative ist“ vertritt die Einschätzung, dass Open-Source-ERP gerade für kleine und mittelständische Unternehmen keine gute Alternative sei. Als Grund nennt der Beitrag unter anderem fehlendes Know-how in der internen IT-Abteilung. Außerdem sieht der Beitrag die Gefahr, dass sich die Verantwortung für das System auf eine oder einige wenige Personen im Unternehmen verlagert.
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