
Die Prozesskostenrechnung (PKR), international als Activity-Based Costing (ABC) bekannt, ist eine Methode der Kostenrechnung, die darauf abzielt, die Gemeinkosten verursachungsgerechter auf die Produkte oder Dienstleistungen zu verteilen als traditionelle Verfahren. Statt pauschaler Zuschlagssätze identifiziert die PKR die einzelnen Tätigkeiten (Prozesse) in den indirekten Unternehmensbereichen (z.B. "Bestellung bearbeiten", "Rechnung prüfen"). Anschließend werden die Kosten dieser Prozesse anhand von sogenannten Kostentreibern (Cost Drivers), wie der Anzahl der Bestellungen oder Rechnungen, auf die Endprodukte umgelegt. Das Ergebnis ist eine deutlich transparentere und genauere Produktkalkulation, die aufdeckt, welche Produkte welche Gemeinkostenbereiche tatsächlich beanspruchen. Die Einführung einer PKR erfordert eine detaillierte Datenbasis über alle Unternehmensabläufe. Eine zentrale Datenhaltung ist daher eine der großen Vorteile einer ERP-Software als Grundlage. Da die Standardfunktionen vieler ERP-Systeme keine vollumfängliche Prozesskostenrechnung abbilden, wird diese Funktionalität oft durch spezialisierte Controlling-Module aus Add-ons wie der Versino Financial Suite bereitgestellt.
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