Ein Zielbeleg in SAP Business One ist ein Dokument, das automatisch oder manuell aus einem oder mehreren vorhergehenden Belegen — den sogenannten Basisbelegen — erstellt wird. Er bildet den nächsten logischen Schritt in einem Geschäftsprozess und übernimmt dabei alle relevanten Daten wie Artikel, Mengen, Preise, Adressen und Zahlungsbedingungen aus dem Basisbeleg.
Kontext
Zielbelege sind der Kern des Belegflusses in SAP Business One. Das Prinzip: Ein Kundenauftrag (Basisbeleg) wird über die Funktion „Kopieren nach" in eine Lieferung oder Ausgangsrechnung (Zielbeleg) überführt. Das System erstellt den neuen Beleg mit allen übernommenen Daten — eine manuelle Neuerfassung entfällt. Dasselbe gilt im Einkauf: Aus einer Bestellung wird ein Wareneingang, aus dem Wareneingang eine Eingangsrechnung.
Die Datenübernahme folgt einer gemeinsamen Belegstruktur, die sich durch den gesamten Prozess zieht. Alle Belege in SAP Business One — ob Angebot, Auftrag, Lieferung oder Rechnung — teilen dasselbe Grundgerüst. Das minimiert die Einarbeitungszeit und hält die Daten konsistent.
Mehrere Basisbelege lassen sich in einem einzigen Zielbeleg zusammenfassen. Das ist besonders nützlich, wenn für einen Kunden mehrere offene Aufträge vorliegen und diese gesammelt ausgeliefert oder in einer Sammelrechnung abgerechnet werden sollen.
Zielbelege können vor der finalen Buchung als geparkte Belege (Entwürfe) gespeichert werden — über Datei > Als geparkten Beleg speichern. In diesem Zustand erzeugen sie keine Buchungen im Hauptbuch und keine Bestandsbewegungen. Das ist sinnvoll, wenn noch Informationen fehlen oder eine Freigabe aussteht.
Die Beleglandkarte (Flow-Chart-Button in jedem Beleg) visualisiert den gesamten Belegfluss vom Basis- bis zum Zielbeleg und macht die Zusammenhänge und den Prozessstatus auf einen Blick nachvollziehbar.
Abgrenzung
Ein Zielbeleg ist kein eigenständig erfasster Beleg. Er entsteht immer im Kontext eines vorhergehenden Basisbelegs und ist über die Belegverknüpfung mit diesem verbunden. Ein manuell angelegter Beleg ohne „Kopieren nach"-Bezug ist kein Zielbeleg im engeren Sinne, auch wenn er denselben Belegtyp hat. Die Unterscheidung ist relevant für die Nachvollziehbarkeit: Nur verknüpfte Belege erscheinen in der Beleglandkarte und ermöglichen eine lückenlose Prozesskette.
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