Nicht nur konsolidieren sondern planen mit LucaNet
27 Feb

Nicht nur konsolidieren sondern planen mit LucaNet

LucaNet wurde hier im SAP Business One Blog schon das ein oder andere Mal vorgestellt. Wir stellen des Öfteren fest, dass LucaNet hauptsächlich als Konsolidierungstool gesehen wird. Es ist aber auch ein mächtiges Planungswerkzeug.
Grund genug, sich die Planungsfunktionen genauer anzusehen.

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Beliebig viele Datenebenen zur Planung

LucaNet als mehrdimensionales System bietet ein fertiges Datenmodell mit einer festen Anzahl von Dimensionen. Dazu gehört die Dimension Datenebene. Neben Ist-Werten können beliebig viele Datenebenen wie Base Case, Best Case, Worst Case bzw. Forecast 1-4 etc. angelegt werden. Je nachdem, ab wann diese Plandatenebenen auf einem Zeitstrahl beginnen, spiegeln sie automatisch die aufgelaufenen Ist-Daten (rein rechnerischer Forecast). Dieser Automatismus besteht in vielen OLAP-Datenbanken nicht – siehe bitte weiter unten zu >Forecasting.

Intercompany-Planung für Länder und Regionen

Weiterhin bietet LucaNet mit der Dimension „Partner“ die Möglichkeit, vorwiegend eine Intercompany-Planung abzubilden. In der Dimension können aber auch unter anderem Regionen bzw. Länder als Ausprägung angelegt werden. Diese dient dann dazu, Umsatzplanungen entsprechend aufzureißen und zu planen. Mit der LucaNet Version 10 (seit Anfang dieses Jahres) ist es nun auch möglich, dabei Gruppierungen bzw. Hierarchien anzulegen (zum Beispiel „Asien“ als Obergruppe von “China, Japan und Korea“ als Untergruppe).

GuV-, Finanz- und Bilanzplanung

Darüber hinaus steht die Planung betriebswirtschaftlich in einem geschlossenen Rechenkreislauf aus GuV-, Finanz- und Bilanzplanung zur Verfügung. Zusätzlich sind lediglich einige Planungsregeln zu definieren, zum Beispiel, dass ein bestimmtes Konto „Umsatzerlöse“ auf das Bilanzkonto Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgegrenzt wird. Weiterhin können Investitionen mit AfA-Regeln sowie Kredite zins- und tilgungsgenau geplant werden. Auf diesem Weg wird immer automatisch eine Planbilanz (mit ausgeglichener Bilanzsumme) mitgeführt – siehe bitte weiter unten zu >Debitorenplanung.

Planungsformulare oder/und Excel Integration

Die Plandaten können dabei in LucaNet selbst in Planungsformularen erfasst werden oder aus beliebigen Vorsystemen eingespielt werden. Dazu gehört natürlich, insbesondere MS Excel mittels eines komfortablen Add-ins. Da Excel bei vielen Unternehmen als Planungsgrundlage dient, werden vorhandene Plandaten oft mit dem Add-in nach LucaNet überspielt. Wir selbst halten die Planungsformulare aber auch für eine hervorragende Alternative.

Praktische Assistenten

In den Planungsformularen finden Sie einen Prognose- bzw. Datenfortschreibungs-Assistenten, der sich – zum Beispiel – auf die aufgelaufenen Ist-Werte bezieht und dann (ggf. mit prozentuellen Anpassungen) die Daten bis zum Ende der Planungsperiode fortschreibt. Weiterhin gibt es einen Saisonalitäts-Assistenten, der auf Jahresbasis geplante Werte nach einem Schlüssel auf die Monate verteilt (dieser Schlüssel kann dabei grafisch in einem Säulendiagramm angepasst werden).

Geplanter Wareneinsatz

Weitere Planungsfunktionen in LucaNet und Bestandteil der Planungsformulare sind etwa die Möglichkeit, bestimmte Größen wie den Wareneinsatz errechnen zu lassen (als Prozentsatz proportional abhängig vom Umsatz). Das kann beispielsweise auch die automatische Berechnung der Ertragsteuern sein. Diese Abhängigkeiten können vielfältig sein und zum Beispiel auch bei der Intercompany-Planung auf dem Weg eines leader-follower-Prinzips durchgreifend eingesetzt werden.

Personalplanung

Eine Personalplanung kann dergestalt erfolgen, dass Durchschnittswerte hinterlegt werden, welche einen Plan-Personalaufwand ergeben. Die Aufwendungen können dabei je Mitarbeiter individuell geplant werden. Unterstützend können Beitragsbemessungsgrundlagen berücksichtigt werden.

Komfortables Forcasting

Das Forecasting ist in LucaNet dadurch ganz einfach, dass wie – weiter oben gesagt – die Ist-Daten unterjährig immer „mitgenommen“ werden. Das bedeutet, dass die Datenebene Forecast (unter anderem April-Dezember) angelegt wird, indem der Basisplan kopiert wird. Bis zum aktuellen Reporting Monat März werden die Ist-Daten somit gespiegelt. Für die verbleibenden Planmonate können nun über einen rein rechnerischen Forecast hinaus „alte“ Planwerte angepasst werden. Das System unterstützt zudem rollierende Forecast-Szenarien.

Plan-Ist-Vergleiche auf allen Ebenen

Plan-Ist-Vergleiche sind in LucaNet dadurch ganz einfach, dass mehrere Datenebenen (also zum Beispiel Plan und Ist) in eine bestehende GuV eingebunden werden (eine absolute und prozentuelle Abweichungsspalte wird dazu als Spalte angelegt). Auf diesem Weg kann jede bestehende Auswertung als Plan-Ist-Vergleich angelegt werden. So sind auch 3-er-Vergleiche schnell möglich, also „Vorjahr-Plan-Ist“.

Top-Down-Planung

Prinzipiell werden in LucaNet die Daten auf Kontenebene betrachtet (die Daten aus dem Ist-System sind dabei initial führend). Für die Planung kann aber auch eine gewissermaßen Top-Down-Planung gemacht werden. Das bedeutet, dass die Planwerte auf verdichteter Ebene erfasst bzw. eingespielt werden, also beispielsweise auf der Kostenartengruppe „Personalaufwand“ und nicht auf dem Konto „Aufwendungen für Löhne & Gehälter“.

Kostenstellengenau in aller Freiheit

Außerdem kann in LucaNet kostenstellengenau geplant werden. Abweichend vom bestehenden Ist-Modell können hierbei weitere Strukturelemente in der Unternehmensorganisation angelegt werden. Es muss also nicht zwingend Übereinstimmung zwischen Ist und Plan-Strukturen herrschen.

Debitoren in einem statistischen Bereich

Neu in der LucaNet Version 10 ist weiterhin, dass Zahlungsziele nicht nur auf Konten, sondern auch bei zuvor angelegten Debitoren in einem statistischen Bereich geplant werden können. Die Plandaten aus diesem Nebenbuch werden dann auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in die Bilanz überführt.

Sämtliche statistische Daten planen

Überhaupt können in LucaNet sämtliche statistischen Daten wie Personalzahlen, Mengen oder Raumgrößen in Nebenbüchern (mit oder ohne Überführung in das Hauptbuch) geplant werden. Das ermöglicht die Abbildung von Kennzahlen (Umsatz pro Mitarbeiter) sowie weitere Planungsschritte wie Umlagen, Verrechnungen und alle andere Planungs-Logiken.

Liegt eine Unternehmensplanung abschließend vor, kann dann auf der Plandatenebene auch legal konsolidiert werden. Die Konsolidierungslogik muss dabei nicht neu „erfunden“ werden, weil sie für die Ist-Daten bereits verwendet wird. Wichtig dabei ist, dass partnerbezogen bzw. auf Intercompany-Konten geplant wurde.

Weitere Aspekte der Planung in LucaNet sind:

  • Simulationsmöglichkeit aufgrund von Wechselkursveränderungen
  • Umsatzplanung kann durch eine Mengen- und Preiskalkulation erfolgen
  • assistentengestütze Kontokorrentverzinsung
  • direkte Liquiditätplanung
Wir hoffen, Ihnen damit einen kleinen Überblick über die Fülle und Vorteile der Planungsmöglich-keiten in LucaNet gegeben zu haben. Ist- und Plandaten in einem System ergeben auf diesem Weg ein umfängliches Controlling-Tool. Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an uns.
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