
Die SLD-Datenbank, welche die Daten des System Landscape Directory (SLD) speichert, bildet die zentrale technologische Steuerinstanz in der Systemlandschaft von SAP Business One. Folglich verwaltet sie die Metadaten, Konfigurationsinformationen und Sicherheitseinstellungen aller beteiligten Komponenten. Dabei gewährleistet diese Datenbank die einheitliche Konfiguration und Kommunikation innerhalb der gesamten SAP Business One Umgebung.
Funktion und Inhalt
Insbesondere speichert die SLD-Datenbank persistente Landschaftsinformationen und Sicherheitseinstellungen. Zudem muss diese Datenbank mit höchster Priorität geschützt werden. Die Datenbank speichert Informationen, die für die korrekte Funktion der einzelnen Komponenten erforderlich sind:
• Systemweite Adressen: Die SLD-Adresse muss bei der Installation und Konfiguration aller SAP Business One Komponenten, wie der Client-Anwendung, der DI API und B1i, konsistent verwendet werden. Ferner sollte für die Installation aller anderen SAP Business One Komponenten stets die virtuelle IP-Adresse (VIP) des SLD genutzt werden.
• Protokolle und Sicherheit: Die Datenbank speichert die Konfiguration des Authentifizierungsservice. Weiterhin ist der Superuser (Site User, B1SiteUser) zur Authentifizierung am SLD-Kontrollzentrum erforderlich.
• Komponenteninformation: Der EDS (Electronic Document Service) registriert sich im SLD auf der Registerkarte Services.
• Proxy-Konfiguration: Darüber hinaus speichert die SLD-Datenbank Proxy-Gruppendefinitionen, die in den Firmendatenbankeinträgen im Feld diProxyhost hinterlegt sind.
Administrative und Technische Relevanz
Fachanwender greifen auf das SLD-Kontrollzentrum über eine spezifische URL in einem Webbrowser zu. Das SLD übernimmt eine kritische Rolle in der Systemadministration:
• Datenbankverwaltung: Über das SLD können Administratoren eine dedizierte Datenbankbenutzerkennung für jede Firmendatenbank definieren. SAP Business One verwendet nach der Einrichtung dieser Konten nicht mehr das Datenbank-Administratorkonto, sondern ein vom SLD-Service bereitgestelltes Nur-Lese-Konto für den Datenbankzugriff.
• Bereitstellung und Upgrade: Des Weiteren ermöglicht das SLD das Remote-Deployment der Systemdatenbank (SBOCOMMON) und von Demo-Datenbanken. Auch Upgrades der Schemata können über das SLD erfolgen.
• Fehlerbehebung: Beispielsweise kann ein fehlerhafter Standardwert für die Lizenzserver-Eigenschaft (wie "localmachine") in der b1-local-machine.xml zu Verzögerungen beim Start des SAP Business One Clients führen, was die korrekte Adressierung des SLD essenziell macht.
Die SLD-Datenbank dient somit als zentrales Verzeichnis, welches die technische Landschaft definiert und für die Sicherheit und Funktionalität der gesamten SAP Business One Installation unabdingbar ist.
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