9 Juni

Umlaufvermögen (SAP Business One)

Das Umlaufvermögen umfasst kurzfristig verfügbare oder verbrauchbare Vermögenswerte eines Unternehmens. In SAP Business One ist insbesondere die Art der Bestandsführung entscheidend für die genaue Abbildung des Umlaufvermögens in der Bilanz.


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Ausführliche Erklärung/Beschreibung:

Das Umlaufvermögen ist jener Teil des Gesamtvermögens, der nicht dauerhaft im Unternehmen verbleibt, sondern kurzfristig umgesetzt, verarbeitet oder liquidiert wird. Dazu zählen insbesondere Vorräte, Forderungen, liquide Mittel und kurzfristige Wertpapiere.

In SAP Business One ist das Umlaufvermögen zentral mit der Lager- und Bestandsbewertung verknüpft. Die Art der Bestandsführung beeinflusst maßgeblich die Verbuchung und Darstellung des Umlaufvermögens:

1. Kontinuierliche Bestandsführung:

  • Der Wareneinsatz wird automatisch bei der Lieferung an Kunden gebucht.
  • Die Artikel verbleiben bis zur Lieferung auf dem Bestandskonto (Teil des Umlaufvermögens).
  • Das System bucht automatisch auf ein Vorratskonto und ein Wareneingangs-Verrechnungskonto (WeRe) bei Wareneingängen und Retouren.
  • Die Bilanz zeigt den aktuellen Lagerwert basierend auf den gewählten Bewertungsmethoden (z. B. FIFO, gleitender Durchschnitt, Standardkosten).
  • Der Saldo des WeRe-Kontos zeigt offene Wareneingänge und Retouren.

2. Ohne kontinuierliche Bestandsführung:

  • Alle Wareneinkäufe werden direkt als Wareneinsatz gebucht – unabhängig davon, ob die Artikel noch im Lager liegen.
  • Das Bestandskonto wird nur am Jahresende durch Inventur manuell angepasst.
  • Dies kann zu einer temporär verzerrten Darstellung des Betriebsergebnisses führen und ist für lagerintensive Unternehmen nicht empfehlenswert.

Versino Financial Suite

Die Versino Financial Suite erweitert das Finanzmanagement von SAP Business One beim Umlaufvermögen durch verbesserte Auswertungen, Automatisierung und übersichtliche Cockpits für eine effizientere und transparentere Steuerung aller kurz- und mittelfristigen Vermögenswerte.

Bestandteile des Umlaufvermögens laut § 266 HGB:

  • Vorräte: Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe, Waren, unfertige und fertige Erzeugnisse, Anzahlungen
  • Forderungen: Aus Lieferungen und Leistungen, gegen verbundene Unternehmen, sonstige Forderungen
  • Wertpapiere: Kurzfristige Finanzanlagen
  • Liquide Mittel: Kassenbestand, Bankguthaben, Bundesbankguthaben, Schecks

Umlaufvermögen in der Bilanzanalyse:

  • Umlaufintensität: Umlaufvermögen / Gesamtvermögen
  • Vermögensintensität: Anlagevermögen / Umlaufvermögen
  • Working Capital: Umlaufvermögen – kurzfristige Verbindlichkeiten
  • Net Working Capital: Anteil kurzfristig verfügbarer Mittel für operative Prozesse

Schlüsselmerkmale/Wichtige Aspekte:

  • Kurzfristige Verfügbarkeit
  • Genauigkeit der Darstellung abhängig von der Bestandsführungsart
  • Automatisierte Buchungen bei Verwendung der kontinuierlichen Bestandsführung

Best Practices/Hinweise zur Verwendung (optional):

  • Empfehlung: Nutzung der kontinuierlichen Bestandsführung für bessere Transparenz
  • Regelmäßige Abstimmung der Lagerwerte mit Buchhaltungsdaten

Zielgruppe:

Finanzbuchhalter, Controller, Lagerverantwortliche, Geschäftsführung


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