ERP für den Handel
24 Jun

ERP für den Handel

Lieferzeiten, Verfügbarkeit, Trend. Drei Schlagworte aus der Handelswirtschaft. Doch wie behält man den Überblick über ausstehende Zahlungen, offene Angeboten, aktuelle Aufträge oder die Umsatzentwicklung? Im Handel müssen diese Fragen im Grunde schon vor der Frage beantwortet sein. Mit dem richtigen ERP System ist das möglich.

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Dazu braucht ein ERP im Handel zwar weniger Funktionen als die in der Produktion, das System muss dafür aber die Prozesse stetig automatisieren. Denn die häufig dünne Personalbesetzung und enge Margen bewirken, dass die ERP im Handels-Bereich große Anteile umsetzen muss.

Zudem haben die verschiedenen Handelsbranchen verschiedene Anforderungen an eine ERP. Der Onlinehandel wünscht sich Übersicht über Anbindungen, die Web-Shop-Übergabe oder Artikeldaten. Der Handel mit Lebensmitteln über die Verfolgbarkeit der Ware und das Ablaufdatum.

Die ERP muss also den Handel bzw. den Verkauf in seinen einzelnen Ansprüchen unterstützen. Am besten mit einer zentralen Maske, die dem Verkäufer alle für ihn wesentlichen Daten aufzeigt oder schnell darauf zugreifen lässt.

Obwohl der Markt eine hohe Anzahl an ERP-Software anbietet, gibt es wichtige Funktionen, die nicht in jeder Handels-ERP richtig umgesetzt sind. Um sich ein Bild von den Möglichkeiten einer ERP im Handels-Gewerbe zu machen, hier ein Überblick:

Einfache Datenerfassung

Um die Bedienung der Software zu erleichtern, sollte eine gute ERP für den Handel eine vordefinierte Eingabemaske haben. Der Mitarbeiter im Verkauf hat so die Möglichkeit, die ERP direkt mit der Tastatur zu bedienen und so Angebote und Aufträge schnell zu erfassen. Besonders, wenn die wichtigsten Felder von selbst angesprungen werden.

Preispflege-Tool

Eine Funktion zur Preispflege ist eine Notwendigkeit für jede ERP im Handel. Ein Tool dieser Art erleichtert das Anpassen von Einkaufs- sowie Verkaufspreisen nach den verschiedensten Merkmalen.

Flexibler Artikelimport

Unverzichtbar sind auch flexible Importschnittstellen für ein ERP, da die Lieferanten oft Artikellisten in verschiedensten Formaten erstellen. Damit lassen sich neue Artikel anlegen und die bestehenden aktualisieren. Außerdem sollten Auslaufartikel, sowie Änderungen von Artikelnummern einsehbar sein.

Auftragseingangsstatistik

Bei einem guten ERP -System für den Handel wird ein eigener Datensatz generiert, der nur die Daten der Auftragseingänge sammelt. Oft kann nämlich nicht mehr nachvollzogen werden, wann ein Auftrag erteilt wurde. Ein gutes Reporting muss jedoch jederzeit solche Daten auswerten können.

Cross-Selling-Funktion

Ausgefeilte ERP-Systeme haben sogenannte Cross-Selling-Funktionen, wie z.B. bei Amazon: „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch…“

Offene Warenverwaltung

Ein sehr auf Handel spezifiziertes ERP-System, hat die Funktion, dass beim Zugang von neuer Ware – im Falle eines Artikelverzugs – der Artikel sofort versendet wird, satt zunächst eingelagert zu werden.

Reduzierung von „schlechten“ Artikeln

Artikel die sich schlechter verkaufen, können mit der entsprechenden Funktion zu einem identifiziert werden. Zum anderen reduziert oder zum Abverkauf zugelassen werden.

Anbindung an die Kasse

Kann man bei Händlern direkt vor Ort einkaufen, ist es in jedem Fall richtig, die Kasse an das ERP-System anzubinden. So können die Buchungsvorgänge sofort abgeschlossen werden und die verkaufte Ware wird vom Lager abbuchbar.

Anbindung an den Onlineshop

Werden Artikel online zum Verkauf angeboten, müssen ab einem gewissen Verkaufsvolumen beide Systeme verknüpft werden. Dadurch wird z.B. auch die Verfügbarkeit oder die Preispflege über das ERP automatisiert.

Ein gelungenes ERP System für den Handel, vereinfacht und beschleunigt nicht nur die Arbeit. Es gibt dem Handelsgeschäft auch die Möglichkeit, sein Verkauf zu erhöhen.
Die folgenden Schritte sind nötig, um ein ERP System nicht nur für die internen Prozesse, sondern auch extern voll auszuschöpfen.

Schritt 1: Leistung möglichst kundengerecht gestalten

Zunächst sollte ein ERP System die Leistung so verfeinern, dass sie möglichst kundengerecht auftritt. Beispielsweise kann das ERP die Preise nach Kundengruppe, Menge oder Zeitraum verwalten. Oder es findet den passenden Artikel für den Kunden, mit zusätzlichem Cross-Selling.

Schritt 2: Gewinn von Neukunden

Gewonnen werden Neukunden häufig durch kleine Serviceleistungen oder schnelle Information. Auch hier kann das passende ERP unterstützen.

Schritt 3: Bestandskundschaft aufbauen

Bestandskunden erhält man durch sinnvolle Aufarbeitung Kaufverhaltens der Neukunden, um daraus die Informationen zu erhalten, die sie dauerhaft binden.

Schritt 4: Trendanalyse

Daraus ergibt sich die Trendanalyse, mit welcher man Trends am Absatz erkennen und dementsprechend das Angebot verwalten kann. Ein gutes ERP für den Handel, erstellt genau den Datensatz, der für eine solche Analyse notwendig ist.

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