9 März

Tabelle OVPM (SAP Business One)

Die Tabelle OVPM ist in SAP Business One die Kopftabelle der Ausgangszahlungen. Jede Zeile steht für einen Zahlungsbeleg, mit dem Ihr Unternehmen Geld abgibt: in der Regel an einen Lieferanten, seltener als Rückzahlung an einen Kunden oder direkt auf ein Sachkonto.

Versino Financial Suite

Sie finden die Ausgangszahlungen in SAP Business One unter Bankenabwicklung > Ausgangszahlungen. Der Objekttyp (ObjType) ist 46. Eingehende Zahlungen von Kunden stehen nicht in OVPM. Dafür ist die Tabelle ORCT (Eingangszahlungen, ObjType 24) zuständig.

Wofür OVPM verwendet wird

OVPM enthält die Kopfdaten einer Ausgangszahlung: Geschäftspartner, Buchungsdatum, Gesamtbetrag, Währung und die Aufteilung auf die Zahlungsmittel (bar, Scheck, Überweisung, Kreditkarte). Jede nicht stornierte Ausgangszahlung erzeugt eine Journalbuchung. Deren Transaktionsnummer steht im Feld TransId. Auch Zahlungen aus dem Zahlungsassistenten landen in OVPM.

Welche Belege mit der Zahlung ausgeglichen wurden, steht nicht im Kopf, sondern in den Zeilentabellen:

  • VPM1: Schecks der Zahlung
  • VPM2: bezahlte Belege (z. B. Eingangsrechnungen, Lieferantengutschriften, Anzahlungsrechnungen, Journalbuchungen)
  • VPM3: Kreditkartenzeilen
  • VPM4: Sachkonten bei einer Kontozahlung

Wichtige Felder der Tabelle OVPM

  • DocEntry: interner Schlüssel des Zahlungsbelegs. Über dieses Feld werden die Zeilentabellen verknüpft.
  • DocNum: sichtbare Belegnummer der Ausgangszahlung (abhängig von der Nummernserie Series).
  • DocType: Art des Zahlungsempfängers: S = Lieferant, C = Kunde, A = Konto. Das Feld beschreibt nicht das Zahlungsmittel.
  • CardCode / CardName: Code und Name des Geschäftspartners, an den gezahlt wurde (Verweis auf OCRD). Bei einer Kontozahlung bleibt das Feld leer.
  • DocDate: Buchungsdatum. TaxDate: Belegdatum. DocDueDate: Fälligkeitsdatum.
  • DocTotal / DocTotalFC / DocTotalSy: Gesamtbetrag in Hauswährung, Fremdwährung und Systemwährung.
  • DocCurr: Währung der Zahlung (Verweis auf OCRN).
  • CashSum, CheckSum, TrsfrSum, CreditSum: Anteile der Zahlungsmittel Bar, Scheck, Überweisung und Kreditkarte. Die zugehörigen Konten stehen in CashAcct, CheckAcct und TrsfrAcct.
  • TrsfrDate / TrsfrRef: Datum und Verwendungszweck der Überweisung.
  • Canceled: Y = storniert, N = gültig. Einen Status wie „offen“ oder „ausgeglichen“ gibt es bei Zahlungen nicht.
  • TransId: Nummer der erzeugten Journalbuchung (Verweis auf OJDT).
  • PayMth / Status: Zahlweg des Zahlungsassistenten und Kennzeichen, ob die Zahlung durch einen Zahllauf erzeugt wurde.
  • Comments / JrnlMemo: Bemerkungen und Buchungstext der Journalbuchung.

Verknüpfung zu den bezahlten Belegen

Die bezahlten Belege finden Sie in VPM2. Dort enthält das Feld DocNum den DocEntry der Zahlung aus OVPM. Das Feld DocEntry in VPM2 verweist auf den bezahlten Beleg, und InvType nennt dessen Objekttyp: 18 = Eingangsrechnung (OPCH), 19 = Lieferantengutschrift (ORPC), 204 = Anzahlungsrechnung Einkauf (ODPO), 30 = Journalbuchung (OJDT). Der gezahlte Betrag je Beleg steht in SumApplied.

Beispiel: Alle gültigen Ausgangszahlungen an Lieferanten mit den bezahlten Eingangsrechnungen.

SELECT
    T0.DocNum      AS "Zahlung",
    T0.DocDate     AS "Buchungsdatum",
    T0.CardCode,
    T0.CardName,
    T0.DocTotal    AS "Zahlbetrag",
    T0.DocCurr     AS "Währung",
    T2.DocNum      AS "Eingangsrechnung",
    T1.SumApplied  AS "Davon auf Rechnung"
FROM OVPM T0
INNER JOIN VPM2 T1 ON T1.DocNum = T0.DocEntry
INNER JOIN OPCH T2 ON T2.DocEntry = T1.DocEntry AND T1.InvType = '18'
WHERE T0.Canceled = 'N'
  AND T0.DocType = 'S'
ORDER BY T0.DocDate DESC

Abgrenzung

  • OVPM vs. ORCT: OVPM enthält Ausgangszahlungen (Geld fließt ab), ORCT Eingangszahlungen (Geld fließt zu). Beide Tabellen haben einen fast identischen Aufbau.
  • OVPM vs. OPDF: Zahlungsentwürfe stehen in OPDF. Erst nach dem Hinzufügen entsteht ein Beleg in OVPM.
  • Keine Verbindung zum Kundenauftrag: OVPM verweist nicht direkt auf Aufträge. Die Verknüpfung läuft immer über die bezahlten Belege in VPM2.

 


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