5 Juni

Eigenkapitalquote (SAP Business One)


E-Rechnung in Deutschland: So setzen Sie die Pflicht mit SAP Business One um

Die Eigenkapitalquote ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die angibt, wie viel Prozent des Gesamtkapitals eines Unternehmens durch Eigenkapital – also eigene Mittel – finanziert sind, bzw. wie es um sein Liquidität bestellt ist.

Die Eigenkapitalquote zeigt, wie unabhängig ein Unternehmen von Fremdkapital ist. Wer viel Eigenkapital hat, braucht weniger Kredite. Das bedeutet: mehr Sicherheit für Gläubiger, bessere Verhandlungsposition bei Banken und ein geringeres Insolvenzrisiko.

Eigenkapitalquote = (Eigenkapital / Gesamtkapital) × 100

Eigenkapital: z. B. gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Gewinnrücklagen

Gesamtkapital: Eigenkapital + Fremdkapital (z. B. Darlehen, Verbindlichkeiten)

In SAP Business One ergibt sich die Eigenkapitalquote aus den Daten der Bilanzstruktur, die über das Modul Finanzwesen ausgewertet werden kann. Die zugrunde liegenden Werte – Eigenkapital und Bilanzsumme – lassen sich über die Bilanzberichte oder Individuelle Finanzberichte (z. B. Finanzkennzahlenanalyse) ermitteln. Voraussetzung ist ein sauber gepflegter und strukturierter Kontenplan, in dem Eigenkapital und Fremdkapital korrekt zugewiesen sind. Spezielle Bewertungsanforderungen können durch Add-ons wie die Versino Financial Suite unterstützt werden, die erweiterte Finanzanalysen ermöglichen.

Diese Kennzahl wird nicht automatisch berechnet, kann aber in benutzerdefinierten Auswertungen oder externen Tools auf Basis der exportierten SAP-Daten leicht erzeugt werden.

Bedeutung für das Unternehmen:

  • > 30 %: Sehr solide, hohes Vertrauen von Kapitalgebern
  • 20 – 30 %: Gesund, stabile Kapitalbasis
  • < 20 %: Kritisch, hohes Fremdkapitalrisiko

Die Bewertung hängt jedoch stark von Branche, Geschäftsmodell und Investitionsintensität ab.


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