Der Begriff Kontoaktivierung bezieht sich in SAP Business One primär auf die Aktivierung von Anlagegütern im Rahmen der Anlagenbuchhaltung. Eine explizite Aktivierung von Sachkonten ist nicht vorgesehen; vielmehr handelt es sich bei Sachkonten um eine Kombination aus Anlage, Nutzung, Sperrung und gegebenenfalls Löschung.

Aktivierung von Anlagegütern:
- Ein Anlagegut wird durch eine Eingangsrechnung aktiviert – dabei entsteht automatisch ein Aktivierungsbeleg.
- Alternativ kann ein Aktivierungsbeleg manuell erstellt werden, ohne dass ein Lieferant involviert ist.
- In diesem Fall erfolgt eine Journalbuchung, die ein Verrechnungskonto in der Bilanz voraussetzt.
- Das Aktivierungsdatum ergibt sich aus dem Bezugsdatum der Eingangsrechnung oder wird im Anlagenstammsatz manuell hinterlegt.
- Nach erfolgter Aktivierung ist das Aktivierungsdatum im System fixiert und nicht mehr änderbar.
- Mehrere Anlagegüter können in einem einzigen Vorgang aktiviert werden.
- Skonti aus Eingangsrechnungen können optional den Anlagewert mindern (Gutschriftverfahren).
Buchhalterische Auswirkungen:
- Nach Aktivierung werden der Journalbeleg und der Bewertungsbereich im Anlagenstammsatz angezeigt.
- Die Anlage ist anschließend im System als aktiv geführt.
Lebenszyklus von Sachkonten (ohne explizite Aktivierung):
- Anlegen: Erstellung im Kontenplan mit Kontocode, Kontobezeichnung und Eigenschaften.
- Verwenden: Konten dienen der Buchung in Journalen, Belegen und durch automatische Sachkontenfindung.
- Sperren: Konten können in bestimmten Zeiträumen deaktiviert (inaktiv) werden. In diesem Zeitraum sind keine Buchungen möglich.
- Löschen: Konten ohne Buchungshistorie und ohne systemische Verknüpfungen können gelöscht werden.
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