UBL (Universal Business Language) ist ein offener, lizenzfreier XML-Standard der Organisation OASIS für den Austausch von Geschäftsdokumenten und eine der beiden XML-Syntaxen, die die europäische Norm EN 16931 für E-Rechnungen zulässt.
Herkunft und Aufbau
Das technische Komitee „OASIS Universal Business Language TC“ pflegt den Standard. Die Version UBL 2.1 ist seit dem 04.11.2013 ein OASIS-Standard. Für die Rechnungsstellung definiert UBL 2.1 die Dokumenttypen Invoice (Rechnung), Credit Note (Gutschrift), Debit Note und Application Response.
Eine UBL-Rechnung beginnt mit dem Wurzelelement ubl:Invoice. Eine Gutschrift hat ein eigenes Wurzelelement ubl:CreditNote. Kopfdaten wie Rechnungsnummer und Datum stehen direkt im Wurzelelement. Die Positionen folgen als flache Liste von cac:InvoiceLine-Elementen.
Einsatz
Peppol baut auf UBL auf. Peppol BIS Billing 3.0 nutzt UBL als Syntax, und auch die XRechnung lässt sich als reines UBL-XML erstellen. Im Vier-Ecken-Modell erzeugt das ERP-System des Absenders das Dokument typischerweise in UBL. Laut Beitrag (Stand November 2025) gehört UBL in Frankreich zu den vorgesehenen technischen Standards.
Im SAP-Business-One-Kontext
Der Electronic File Manager (EFM) in SAP Business One nutzt ein UBL-Mapping für die XRechnung. Das Mapping überführt die Tabellen für Rechnungskopf (OINV) und Positionen (INV1) sowie Steuercodes und benutzerdefinierte Felder in die UBL-Struktur. Jedes Datenbankfeld ist dabei einem Business Term (BT) der EN 16931 zugeordnet.
Abgrenzung
CII (Cross Industry Invoice) ist die zweite von der EN 16931 zugelassene Syntax. UBL und CII sind inhaltlich gleichwertig: Sie beschreiben dieselben Felder in unterschiedlicher XML-Struktur. Anders als bei UBL nutzt eine CII-Gutschrift dasselbe Wurzelelement wie die Rechnung. ZUGFeRD und Factur-X nutzen CII statt UBL. Siehe auch EN 16931, XRechnung und Peppol BIS Billing 3.0.
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