ERP-Projekte trotz oder wegen Corona
18 Mai

ERP-Projekte trotz oder wegen Corona

Der Covid-19 Virus und seine Auswirkung auf die Wirtschaft sind auch nach Wochen im Lockdown noch immer nicht einschätzbar. Allerorten wird auch genau diese Unsicherheit benannt, wenn es um Gründe geht, jetzt erst einmal gar nichts zu unternehmen. Ein Reflex, dem sich allerdings nicht alle hingeben wollen. Laut einer Umfrage des IT-Onlinemagazins, an dem 268 Mitglieder der SAP-Community im April und Mai 2020, wollen immerhin 68 der Befragten an Ihren Projekten festhalten. Ignoranz oder Weitblick? 

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Natürlich kann die hier zitierte Umfrage nicht über ein sich abzeichnende Entwicklung hinwegtäuschen: Ja – Viele Unternehmen ziehen angefangene Projekte, trotz Corona durch. Ob sie allerdings geplante Projekte auch beginnen, steht auf einem ganz anderen Blatt.  
Ganz wesentlich dürfte dabei auch sein welcher Branche ein Unternehmen angehört. In manchen Unternehmen ist die Zukunftsaussicht derart trübe, dass alle Strategie auf Schadensbegrenzung ausgerichtet ist.  

Trotz Corona oder wegen Corona

Trotzdem gibt es einige gute Gründe gerade jetzt das Abenteuer ERP-Einführung anzugehen. Und einige dieser Gründe erweisen sich geradezu als Steilvorlage, gerade wegen der Krise jetzt dieses Projekt anzugehen.  

Die knappe Ressource Zeit

Noch vor kurzem lief alles prächtig. Die Auftragsbücher waren voll und die Zukunft sah nicht schlecht aus. Was wenige prächtig für Unternehmen lief, war die zunehmend wachsende Arbeitsbelastung bei gleichzeitig schwachen Ressourcen. Fachkräftemangel war das meistgenannte Problem der Unternehmen.  In dieser Situation sich noch den Aufwand einer ERP-Einführung aufzuhalsen, war eine Vorstellung, die viele Unternehmer aber auch Ihre Mitarbeite gruseln ließ. 

Auf der anderen Seite sah es nicht viel anders aus. So manch ein ERP-Beratungshaus fuhr schon seit einiger Zeit an seiner Kapazitätsgrenze. Speziell die Top-Berater waren oft auf Monate ausgebucht. Projekte sollten vergeben werden, aber wurden nicht angenommen.  

Nun stehen auf einmal Ressourcen auf beiden Seiten zur Verfügung, mit denen man vor Kurzem nicht rechnen konnte. Es ist mittlerweile eine Binsenweisheit, dass der Erfolg ERP-Projekts stark von den daran beteiligten Personen abhängt. Das gilt für beide Seiten. Wenn jetzt die Chance besteht, die besten Köpfe im Unternehmen in dieses Vorhaben maßgebliche zu integrieren, ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Auch das Beratungsunternehmen ist jetzt eventuell wesentlich flexibler und die Terminfindung wird sehr viel einfacher.  

Genringer Kosten durch höhere Konzentration 

Die Chance ein ERP-Projekt mit einem ordentlichen Budget an Zeit und Ressourcen angehen zu können, hat auch direkte Auswirkung auf die Kosten. Natürlich ist es wesentlich effektiver, ein Projekt konzentriert am Stück abarbeiten zu können. Häufige Unterbrechungen zwingen einem Dinge zu wiederholen. Neben der Doppelarbeit steigt die Fehlerquote und Frustration.  
Viele Entscheidungsprozesse hängen überdies an Leistungsträgern, die in Hochzeiten nur schwer zu erreichen sind. Schnell zu Beschlüssen zu kommen, beschleunigt nicht nur den Prozess, sondern verhindert auch Entscheidungen die (teuer) wieder revidiert werden müssen. 

Die Psychologie spielt mit 

Nach Jahren der Routine ist jetzt ein Ausnahmezustand für viele Mitarbeiter in den Unternehmen manifest. Sicher gibt es einige die verunsichert sind und die jegliche Art von zusätzlicher Herausforderung zusätzlich stresst.  Indes gibt es aber viele, die gerade jetzt eine Wagenburgmentalität entwickeln und über sich hinauswachsen. Für all die bedeutet ein herausforderndes Projekt, wie eine ERP-Einführung der willkommene Anlass nicht nur auf die Krise zu reagieren, sondern aktiv an der Zukunft des Unternehmens und damit auch ihrer Zukunft zu arbeiten. Ein solcher Spirit ist ein gehöriger Erfolgsfaktor für ein ERP-Projekt. 

ERP-Projekte bringen in der Regel auch immer eine organisatorische Erneuerung mit sich. Alle Prozesse werden in der Regel betrachtet und gegebenenfalls angepasst. Ein manchmal schmerzhafter Prozess, gerade im Zeiten, wo die Notwendigkeit zur Veränderung nicht unbedingt augenscheinlich ist. In Krisenzeiten sind aber alle schon aus ihrer Komfortzone heraus gezwungen worden. Nun fällt es den meisten viel leichter auch einschneidende Änderungen zu akzeptieren.

Mit staatlicher Hilfe die Digitalisierung nach vorne treiben 

Viele Unternehmen nehmen jetzt schon die Unterstützung von Staat und Behörden an. Allein die Möglichkeit der Kurzarbeit hilft einer großen Anzahl von Firmen über die Corona-Krise hinweg.  Allerdings gewährt der Staat und Bundesländer auch Unterstützung für Projekte, die helfen bei der Digitalisierung Schritt zu halten.  Gut investiertes Geld um nach der Krise auf der Basis einer erneuten digitalen Infrastruktur durchstarten zu können.

Das Heft des Handels

Einen Aspekt, den man vielleicht nicht vergessen sollte. Die Corona-Krise hat bei vielen Unternehmen zu einer Art Schockstarre geführt. Man fühlt sich zum Abwarten verurteilt und ergibt sich mehr oder weniger diesem Gefühl. Ein schleichendes Gift, das nicht nur den Unternehmer, sondern auch an den Mitarbeitern benebelt.
Ein für die Zukunft des Unternehmens wichtiges Projekt, lenkt den Blick über den Stillstand hinaus und bringt zurück, was das wichtigste Werkzeug des Unternehmers ist: das Heft des Handelns.

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