16 Okt.

Post-Audit-Modell (E-Rechnung)

Versino Financial Suite

Das Post-Audit-Modell ist laut Beitrag (Stand November 2025) ein Verfahrensmodell der E-Rechnung, bei dem Unternehmen Rechnungen direkt untereinander austauschen, oft über das Peppol-Netzwerk und ohne staatliche Freigabe. Die Steuerverwaltung prüft erst nachträglich.

Funktionsweise

Die Steuerbehörde ist an der Übermittlung nicht beteiligt. Belgien nutzt zum Beispiel das Vier-Ecken-Modell: Die E-Rechnung läuft vom Zugangspunkt des Lieferanten zum Zugangspunkt des Kunden. Die belgische Steuerverwaltung nimmt an dieser Übermittlungsphase nicht teil. Der Beitrag stuft die staatliche Kontrolle in diesem Modell als niedrig ein.

Beispiel Deutschland

Laut Beitrag (Stand November 2025) arbeiten Deutschland und Belgien nach diesem Modell. Deutschland hat laut Beitrag kein zentrales Meldesystem, und die Rechnungen sind 10 Jahre im Originalformat gemäß GoBD aufzubewahren. Eine gesetzliche Validierungspflicht besteht nicht. Das Bundesfinanzministerium empfiehlt aber, E-Rechnungen schon bei Erstellung und Versand zu validieren (BMF-FAQ, Stand März 2026).

Im SAP-Business-One-Kontext

Für Länder wie Deutschland und Belgien gilt in SAP Business One der Electronic Document Service (EDS) zusammen mit dem Peppol Exchange Service als Standardkonfiguration.

Abgrenzung

Beim Clearance-Modell (E-Rechnung) gibt eine staatliche Plattform die Rechnung frei. Beim Real-Time Reporting (E-Rechnung) meldet das Unternehmen die Rechnungsdaten zeitnah an die Behörde. Siehe auch Vier-Ecken-Modell (PEPPOL), Validierung (E-Rechnung), XRechnung und ZUGFeRD.


 

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