Real-Time Reporting ist ein Verfahrensmodell der E-Rechnung, bei dem Unternehmen Rechnungsdaten kurz nach der Ausstellung an die Steuerbehörde oder eine staatliche Plattform melden, während die Rechnung selbst direkt zwischen Verkäufer und Käufer ausgetauscht wird. Der Beitrag kürzt das Modell mit RTIR ab.
Funktionsweise
Verkäufer und Käufer tauschen die Rechnung direkt aus. Die Steuerbehörde erhält fast unmittelbar nach der Ausstellung eine Kopie der Rechnungsdaten. Damit verfügt sie nahezu in Echtzeit über die Transaktionsdaten. Die Rechnung selbst läuft dabei nicht über die Behörde.
Das Modell soll die Transparenz erhöhen und Steuerhinterziehung erschweren, weil die Behörde Unregelmäßigkeiten schneller erkennt. Laut Beitrag (Stand November 2025) ist die staatliche Kontrolle in diesem Modell mittel. Sie liegt damit unter dem Clearance-Modell und über dem Post-Audit-Modell.
Beispiele
Laut Beitrag (Stand November 2025) arbeitet Ungarn (NAV) nach diesem Modell. Belgien bereitet laut einer Fachquelle (Stand 2026) eine Meldepflicht nahezu in Echtzeit vor, die ab 2028 erwartet wird. Unternehmen sollen dann zentrale Transaktionsdaten direkt an die Steuerverwaltung übermitteln.
Abgrenzung
Beim Clearance-Modell (E-Rechnung) muss eine staatliche Stelle die Rechnung freigeben. Beim Post-Audit-Modell (E-Rechnung) prüft die Steuerverwaltung erst nachträglich. Siehe auch E-Reporting (E-Rechnung) und Digital Reporting Requirement (DRR).
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